Das Coronavirus mit dem Namen 2019-nCoV (engl. "2019 novel coronavirus") ist Auslöser der Coronavirus-Epidemie 2019/20.
Das mit dem Namen 2019-nCoV (engl. „2019 novel “) ist Aus­lö­ser der Coro­na­vi­rus-Epi­de­mie 2019/20.Illus­tra­ti­on 170630546 © Pio­tr Mar­cin­ski – Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Ende Dezem­ber 2019 wur­den in der chi­ne­si­schen Mil­lio­nen­stadt Wuhan auf­fäl­lig vie­le Fäl­le von Lun­gen­ent­zün­dun­gen (Pneu­mo­nie) fest­ge­stellt. Nach eini­gen Unter­su­chun­gen des bis dato noch unbe­kann­ten Erre­gers wur­de am 7. Janu­ar von chi­ne­si­scher Sei­te die Iden­ti­fi­zie­rung eines neu­en bestä­tigt. Das Virus erhielt den Namen 2019-nCoV (engl. „2019 novel “) und ist Aus­lö­ser der Coro­na­vi­rus-Epi­de­mie 2019/20. Damit sich das neue Virus nicht auch in Staa­ten mit unzu­rei­chen­der Gesund­heits­ver­sor­gung aus­brei­tet, rief die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO am 30. Janu­ar die inter­na­tio­na­le Gesund­heits­not­la­ge aus. Nach Anga­ben des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) wur­den bis­her welt­weit 31.500 Fäl­le gemel­det (13 gemel­de­te Fäl­le in Deutsch­land), dar­un­ter 639 Todes­fäl­le, letz­te­re alle in Chi­na, bis auf einen Todes­fall auf den Phil­ip­pi­nen und einen Todes­fall in Hong­kong.

#1 Was ist das Coronavirus?

Das 2019-nCoV gehört zur Fami­lie der Coro­na­vi­ri­dae inner­halb der Ord­nung Nido­vi­ra­les. Es han­delt sich um eine Viren­fa­mi­lie. Coro­na­vi­ren sind gene­tisch äußerst varia­bel und nor­ma­ler­wei­se im Tier­reich zu fin­den. Bei Vögeln, Fischen, aber auch bei Säu­ge­tie­ren kön­nen die Erre­ger ver­schie­de­ne Erkran­kun­gen her­vor­ru­fen. Eini­ge Viren kön­nen jedoch auch auf den Men­schen über­tra­gen wer­den. So ist bei­spiels­wei­se auch die SARS-Pan­de­mie 2002/2003 auf ein Coro­na­vi­ri­dae zurück­zu­füh­ren.

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#2 Übertragungswege

Als Ursprungs­ort des neu­en Coro­na­vi­rus wur­de ein in Wuhan gele­ge­ner Markt für Fisch und Mee­res­früch­te gehan­delt, auf dem neben den Mee­res­tie­ren unter ande­rem auch Schlan­gen und Fle­der­mäu­se ver­kauft wer­den, die Bestand­teil der chi­ne­si­schen Küche sind. Dort sol­len sich Ende des letz­ten Jah­res die ers­ten Men­schen mit dem Virus ange­steckt haben. Inzwi­schen weiß man jedoch, dass das Coro­na­vi­rus auch von Mensch zu Mensch über­trag­bar ist. Zuletzt wur­den Erre­ger des Virus in mensch­li­chen Stuhl­pro­ben iden­ti­fi­ziert. Man geht davon aus, dass die Ver­brei­tung in ers­ter Linie über Sekre­te des Respi­ra­ti­ons­trak­tes, also über die Atem­we­ge, erfolgt. Ob das Coro­na­vi­rus auch fäkal-oral über­trag­bar ist, ist noch nicht abschlie­ßend geklärt.

#3 Symptome

Die meis­ten Coro­na­vi­ren ver­ur­sa­chen häu­fig leich­te Erkäl­tungs­sym­pto­me mit Hus­ten und Schnup­fen. Zudem bekla­gen sich Erkrank­te auch über Durch­fall. Die Inku­ba­ti­ons­zeit kann bis zu zwei Wochen andau­ern. Es gibt jedoch auch bestimm­te Viren, die schwer­wie­gen­de Infek­tio­nen der Atem­we­ge ver­ur­sa­chen. Nicht sel­ten folgt dar­aus dann eine Lun­gen­ent­zün­dung. Je nach kör­per­li­cher Ver­fas­sung der/des Erkrank­ten wirkt sich das Coro­na­vi­rus ent­we­der mil­der oder stär­ker auf den Gesund­heits­zu­stand aus. Todes­fäl­le tra­ten daher zumeist bei älte­ren oder bereits geschwäch­ten Men­schen auf.

#4 Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Zwar steigt täg­lich die Zahl der Infi­zier­ten durch das Coro­na­vi­rus, aller­dings wird das Coro­na­vi­rus der­zit als nicht so gefähr­lich wie bei­spiels­wei­se der SARS-Erre­ger ein­ge­stuft, an dem jeder zehn­te infi­zier­te Mensch gestor­ben ist. Beim Coro­na­vi­rus ist die­se Zahl deut­lich gerin­ger. Zur Ein­schät­zung der Gefähr­lich­keit des Virus wird die­ser auch ger­ne mit der Grip­pe ver­gli­chen: An einer Influ­en­za ster­ben in Deutsch­land jähr­lich cir­ca 20.000 Men­schen.

Nach Anga­ben des Robert-Koch-Insti­tuts ist die Gefahr für die Gesund­heit der deut­schen Bevöl­ke­rung wei­ter­hin gering. Es sind jedoch ein­zel­ne Über­tra­gun­gen und Infek­ti­ons­ket­ten mög­lich. Auch der Import ein­zel­ner Krank­heits­fäl­le nach Deutsch­land ist nach wie vor nicht aus­zu­schlie­ßen.

#5 Wie kann man sich schützen?

Damit sich das Virus nicht wei­ter aus­brei­tet, ist es wich­tig, Krank­heits­fäl­le früh zu erken­nen und zu iso­lie­ren. Der Ein­hal­tung der Hygie­ne­maß­nah­men fließt dabei eine enor­me Bedeu­tung zu.

Gene­rell kann man die eige­ne Anste­ckungs­ge­fahr durch eine gute Hän­de­hy­gie­ne schon ein­mal ver­min­dern, da die Erre­ger sich auch auf der Han­din­nen­flä­che ansam­meln kön­nen, mit der wir uns täg­lich ins Gesicht fas­sen. Auch Hus­ten- und Nies-Eti­ket­te beu­gen einer Anste­ckung vor. Das Tra­gen von einem Mund-Nasen-Schutz ist hin­ge­gen nur bei kran­ken Per­so­nen effek­tiv, die sich in öffent­li­chem Raum bewe­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen der BZgA (Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung), sowie häu­fig gestell­te Fra­gen – bei­spiels­wei­se zur Behand­lung, oder wel­che Des­in­fek­ti­ons­mit­tel ange­wen­det wer­den kön­nen – gibt es hier:

Stand: 07.Februar 2020