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Vor etwa zwei Wochen wurden in einem Kranken­haus in Hanno­ver hochwer­tige Medizin­ge­räte im Millio­nen­wert gestoh­len. Die seitdem laufen­den Ermitt­lungs­ar­bei­ten wurden nun mit einem Erfolg gekrönt: Durch enge Zusam­men­ar­beit zwischen Zoll, Staats­an­walt­schaft Hanno­ver und Landes­kri­mi­nal­amt (LKA) Nieder­sach­sen war es nun gelun­gen, mehr als 40 der gestoh­le­nen medizi­ni­schen Geräte im Gesamt­wert von etwa 1,2 Millio­nen Euro sicher­zu­stel­len. Der Zoll am Flugha­fen Frank­furt stoppte mehrere Pakete mit den darin enthal­te­nen Endosko­pen, wie das LKA Nieder­sach­sen vergan­ge­nen Freitag in einer Mittei­lung bekannt gab. Auf Veran­las­sung der Staats­an­walt­schaft Hanno­ver wurden sie beschlagnahmt.

„Unsere erfah­re­nen Ermitt­ler haben die richti­gen Schlüsse gezogen und entspre­chende Schritte einge­lei­tet“, so LKA-Präsi­dent Friedo de Vries. „Das war ermitt­lungs­tak­tisch wirklich hervor­ra­gende Arbeit!“ Da in den Paketen auch Geräte eines Diebstahls in Biele­feld vom gleichen Wochen­ende gefun­den wurden, könne man auf eine vernetzt agierende Täter­gruppe schlie­ßen, erklärte de Vries weiter. Taten wie diese kommen laut dem Bundes­kri­mi­nal­amt (BKA) seit 2015 immer wieder vor, der Diebstahl teurer medizi­ni­scher Geräte scheint für Täter ein lukra­ti­ves Geschäft zu sein. Es soll seitdem bundes­weit schon ein Schaden von über 28 Millio­nen Euro entstan­den sein.

Die Ermitt­lun­gen zu den Tathin­ter­grün­den sowie zu den Tätern in diesem Fall dauern laut LKA Nieder­sach­sen weiter an.

Quelle: LKA Niedersachsen