YouTube

Mit dem Laden des Vide­os akzep­tie­ren Sie die Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.
Mehr erfah­ren

Anzei­ge
avanti

Video laden

„Pfle­ge-Skan­da­le, zu wenig Pfle­ge­fach­kräf­te, zu viel Stress und vor allem zu wenig Zeit für .“ Mit die­sen Wor­ten beschreibt Rein­hard Leo­pold die Ursa­che für den sei­ner Ansicht nach längst bestehen­den Pfle­ge-Not­stan­des. Leo­pold ist Grün­der und Lei­ter der unab­hän­gi­gen Selbst­hil­fe-Initia­ti­ve Heim-Mit­wir­kung.

Dabei bil­de gute die zen­tra­le Grund­la­ge, um eine men­schen­wür­di­ge Pfle­ge zu ermög­li­chen, so Leo­pold wei­ter. In der Ver­gan­gen­heit wur­de sei­tens der Pfle­ge­kräf­te lei­der viel zu wenig kom­mu­ni­ziert. Auch weil sich vie­le Akteu­re nicht getraut haben, sich zu Wort zu mel­den.

Podiumsdiskussion am Tag der Pflege

Zur Erör­te­rung die­ser Pro­ble­ma­tik fand am Frei­tag, den 12.5.2017 – pas­sen­der­wei­se der „Inter­na­tio­na­le Tag der Pfle­ge“ – im Rah­men des Bre­mer Pfle­ge­kon­gres­ses eine von Leo­pold mit­or­ga­ni­sier­te Podi­ums­dis­kus­si­on statt. The­ma der Ver­an­stal­tung: „Wel­chen (Stellen-)Wert hat Kom­mu­ni­ka­ti­on (noch) in der Pfle­ge?“ statt.

Der Dis­kus­si­ons­run­de wohn­ten eini­ge hoch­ka­rä­ti­ge Red­ner bei, wie bei­spiels­wei­se Tho­mas Grei­ner, Prä­si­dent des Arbeit­ge­ber­ver­ban­des Pfle­ge und Dr. Mar­tin Schöl­kopf, Lei­ter der Unter­ab­tei­lung Pfle­ge­si­che­rung im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit, sowie Mari­ta Mau­ritz, lang­jäh­ri­ge Vor­stands­vor­sit­zen­de des DBfK Nord­west. Gemein­sam stell­ten sie sich den Fra­gen und Sor­gen der Pfle­ge­kräf­te und lie­ßen auch Ange­hö­ri­ge der Betrof­fe­nen zu Wort kom­men und ihre Gedan­ken zu dem The­ma äußern.

Der Ver­an­stal­tung konn­te man außer­dem ent­neh­men, dass man­geln­de oder fehl­ge­lei­te­te Kom­mu­ni­ka­ti­on in der Pfle­ge, auch oft zu Gewalt führt. Aus die­sem Grund soll­ten sowohl Pfle­ge­kräf­te als auch Ange­hö­ri­ge zusam­men an einem Strang zie­hen, um die Rech­te der Betrof­fe­nen zu stär­ken. Dar­über waren sich alle einig.

Quint­essenz der Podi­ums­dis­kus­si­on war ein Appell, der sich an die Akteu­re des Gesund­heits­we­sens rich­te­te. Pfle­ge­kräf­te sol­len sich stär­ker ein­mi­schen, zu Wort mel­den und auch poli­tisch akti­ver zu wer­den. Abschlie­ßend kann jedoch gesagt wer­den, dass die Pfle­ge­kräf­te auf einem guten Weg sind, Leo­pold: „Sie haben Aktio­nen aus dem Boden gestampft, wie Pfle­ge liegt am Boden bzw. Pfle­ge steht auf – und ich glau­be, dass jetzt ein­fach eine gro­ße Bewe­gung in Gang kommt. Und das müs­sen wir unter­stüt­zen.“