Fakt #1

Wenn man den Begriff des Alko­ho­lis­mus all­ge­mein aus­legt, liegt der Miss­brauch dann vor, wenn die betref­fen­de Per­son sich oder sei­ner Umwelt durch über­höh­ten Alko­hol­kon­sum Scha­den zufügt. Hin und wie­der ein Glas Wein mit Freun­den erfüllt die­ses Kri­te­ri­um nicht, sehr wohl aber das Trin­ken bis zum Rausch. Laut BZgA sind 1,61 Mio. Men­schen in Deutsch­land akut alko­hol­ab­hän­gig. Bei rund 1,77 Mio. Men­schen liegt vor.

Fakt #2

Die Medi­zin und ande­re Wis­sen­schaf­ten sind sich einig, dass Alko­ho­lis­mus eine Krank­heit ist. Bei­spiels­wei­se nennt die Ame­ri­can Medi­cal Asso­cia­ti­on Alko­hol expli­zit eine Dro­ge. Alko­hol ist damit die Dro­ge, die welt­weit am häu­figs­ten zur behand­lungs­be­dürf­ti­gen Abhän­gig­keit führt. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on schätzt, dass welt­weit unge­fähr 140 Mil­lio­nen Men­schen alko­hol­ab­hän­gig sind.

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Fakt #3

Alko­hol ist ein Zell­gift. Auf dem Weg durch den Kör­per kann es ver­schie­de­ne Zel­len schä­di­gen, so die Zel­len der Mund­schleim­haut, der Spei­se­röh­re, des Magens, der Bauch­spei­chel­drü­se, des Darms und der Bla­se. Für alle die­se Orga­ne steigt das Krebs­ri­si­ko. Der Kör­per erkennt Alko­hol als Gift, das schnell wie­der aus­ge­schie­den wer­den muss. Die Leber baut als Ent­gif­tungs­or­gan den Alko­hol ab. Wer regel­mä­ßig Alko­hol trinkt, des­sen Leber ver­narbt mit der Zeit. Man spricht von Leber­zir­rho­se. In Deutsch­land star­ben im Jahr 2006 12,9 pro 100.000 Ein­woh­ner an alko­hol­be­ding­ter Leber­zir­rho­se.

Fakt #4

Schät­zun­gen zufol­ge ster­ben in Deutsch­land jeden Tag 202 Men­schen an den Fol­gen ihres ris­kan­ten Alko­hol­kon­sums – das sind rund 74.000 Todes­fäl­le im Jahr. Im Ver­gleich zum Jahr 1975 gab es in Deutsch­land 3.381 weni­ger Tote bei Alko­hol­un­fäl­len im Stra­ßen­ver­kehr. 1975 kamen 3.641 Men­schen bei Alko­hol­un­fäl­len ums Leben, 2014 waren es nur 260 Per­so­nen.

Fakt #5

Seit 2007 gilt für Fahr­an­fän­ger in der zwei­jäh­ri­gen Pro­be­zeit sowie für Per­so­nen bis 21 Jah­re die Null-Pro­mil­le­gren­ze. Ab 0,3 Pro­mil­le wird von einer soge­nann­ten „rela­ti­ven Fahr­un­tüch­tig­keit“ aus­ge­gan­gen. Wird ein Alko­hol­ge­halt bis 0,5 Pro­mil­le fest­ge­stellt, gilt dies als Ord­nungs­wid­rig­keit und wird mit einem Buß­geld von 250 Euro sowie einem Punkt im Flens­bur­ger Fahr­eig­nungs­re­gis­ter belegt. Was dar­über hin­aus geht, wird deut­lich teu­rer und här­ter bestraft. Bei Rad­fah­rern spricht sich der ADFC für eine Pro­mil­le­gren­ze von 0,5 aus, die offi­zi­el­le Gren­ze liegt aber bei 1,6 – also sehr deut­lich höher als bei Auto­fah­rern.