Bei der Kabi­netts­sit­zung am Diens­tag hat Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder (CSU) sei­ne Vor­ha­ben in die Tat umge­setzt und ein umfas­sen­des Pfle­ge­pa­ket auf den Weg gebracht. „Wir wol­len, dass jeder Mensch sein Leben in Wür­de leben kann. Die ist eine Fra­ge der sozia­len Sicher­heit. Wir wer­den sowohl pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen als auch die Pfle­gen­den deut­lich stär­ker als bis­her unter­stüt­zen“, erklär­te Söder abschlie­ßend nach der Sit­zung des Minis­ter­rats.

Landesamt für

So soll ein eigen­stän­di­ges baye­ri­sches Lan­des­amt für Pfle­ge errich­tet wer­den, mit dem Ziel pfle­ge­ri­sche rele­van­te Auf­ga­ben und The­men in einem Amt zu bün­deln. Ab Som­mer 2018 soll das Amt auf­ge­baut wer­den, der­zeit wer­den noch die recht­li­chen Grund­la­gen von dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit erar­bei­tet.

Staatliche Förderung für Pflegeplätze

Auch für mehr Pfle­ge­plät­ze soll gesorgt wer­den: Mit einer staat­li­chen För­de­rung von 60 Mil­lio­nen Euro jähr­lich sol­len 1000 sta­tio­nä­re Pfle­ge­plät­ze pro Jahr neu geschaf­fen wer­den und zudem sol­len mit 5 Mil­lio­nen Euro 500 neue Plät­ze für die Kurz­zeit­pfle­ge in Bay­ern geschaf­fen wer­den. Pfle­ge­be­dürf­ti­ge, die min­des­tens einen Pfle­ge­grad 2 haben, sol­len mit einem Lan­des­pfle­ge­geld unter­stützt wer­den. Dazu kön­nen sie ein­mal jähr­lich 1000 Euro aus­ge­zahlt bekom­men. Bei ins­ge­samt rund 360.000 Per­so­nen, die das betrifft, macht das etwa eine För­der­sum­me von 400 Mil­lio­nen Euro pro Jahr.

Ausbau der Versorgungsangebote

Eben­so soll die Hos­piz- und Pal­lia­tiv­ver­sor­gung aus­ge­baut wer­den, indem inner­halb der nächs­ten fünf Jah­re die Ver­sor­gungs­an­ge­bo­te ver­dop­pelt wer­den. Zuletzt möch­te man dafür sor­gen, dass der Pfle­ge­be­ruf durch bes­se­re Arbeits- und Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen sowie durch die nöti­ge Wert­schät­zung ihrer wert­vol­len Arbeit wie­der mehr an Attrak­ti­vi­tät gewinnt. Dazu for­dert Bay­ern den Bund auf, für eine flä­chen­de­cken­de tarif­li­che Bezah­lung in der Alten­pfle­ge zu sor­gen.

Positive Reaktionen

Der Bun­des­ver­band pri­va­ter Anbie­ter (bpa) ist erfreut über das Vor­ha­ben Bay­erns: „Minis­ter­prä­si­dent Söder und Minis­te­rin Huml haben die Bedeu­tung einer siche­ren und umfas­sen­den pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung erkannt und wich­ti­ge Ver­bes­se­run­gen für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und deren Fami­li­en auf den Weg gebracht. Das Kabi­nett hat klar gemacht, dass es jede Bür­ge­rin und jeden Bür­ger in Bay­ern dabei unter­stüt­zen will, sei­ne indi­vi­du­el­le Vor­stel­lung vom Leben im Alter zu ver­wirk­lich – ambu­lant betreut zuhau­se oder auch in einem Pfle­ge­heim. Das bringt allen Berei­chen der Pfle­ge Wert­schät­zung ent­ge­gen“, so der baye­ri­sche Lan­des­vor­sit­zen­de des bpa, Kai A. Kas­ri.