PCR
PCR-Tests nur noch für die kriti­sche Infrastruktur

Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach (SPD) will Pflegende und weite­res Perso­nal in Kranken­häu­sern, Pflege­hei­men, Einrich­tun­gen für Menschen mit Behin­de­run­gen und ambulan­ten Pflege­diens­ten bei der Auswer­tung von PCR-Tests priori­sie­ren. Das geht aus einem Verord­nungs­ent­wurf des Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums hervor.

Pflege­per­so­nal soll Tätig­keit nachwei­sen müssen

Demnach sei eine „eine vorran­gige Befun­dung von Proben­ma­te­rial von Beschäf­tig­ten mit Kontakt zu beson­ders vulnerablen Perso­nen­grup­pen“ notwendig.

PCR-Tests sind nur begrenzt verfüg­bar, Labore mit den Auswer­tun­gen überlas­tet. Deshalb sollen sie „auf vulnerable Gruppen und Beschäf­tigte, die diese betreuen und behan­deln, konzen­triert werden“. Konkret geht es um Perso­nal in Kranken­häu­sern, in Praxen, in der Pflege, Einrich­tun­gen der Einglie­de­rungs­hilfe und für Perso­nen mit dem Risiko schwe­rer Krankheitsverläufe.

Betrof­fene Beschäf­tigte sollen der Teststelle eine entspre­chende Tätig­keit nachwei­sen müssen, damit diese im weite­ren Verlauf die Priori­sie­rung im Vordruck ans Labor vermer­ken könne. Bereits Mitte Januar hatte Lauter­bach angekün­digt, dass knappe Kapazi­tä­ten und steigende Infek­ti­ons­zah­len eine Priori­sie­rung bei PCR-Tests erfordern.

Freites­ten aus Quaran­täne mit PCR

Nach Angaben des Verbands Akkre­di­tierte Labore in der Medizin seien PCR-Testzah­len in Deutsch­land mit fast 2 Millio­nen Tests in einer Woche auf einem „Allzeit­hoch“. In vielen Regio­nen sei die Kapazi­täts­grenze bereits erreicht oder überschrit­ten, teilte der Verband mit. Eine „konse­quente Priori­sie­rung der SARS-CoV-2-Diagnos­tik bereits bei der Testab­nahme“ sei deshalb unumgänglich.