Bewohnerwäsche
Die Ver­ant­wor­tung für den Hygie­ne­sta­tus von Bewoh­ner­wä­sche liegt bei den Pfle­g­ein­rich­tun­genBild: DTV

Anders als bei der Behand­lung all­ge­mei­ner Tex­ti­li­en wie Bett- und Frot­tee­wä­sche in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, die laut der gül­ti­gen Emp­feh­lung des Robert-Koch-Insti­tuts „Infek­ti­ons­prä­ven­ti­on in Hei­men“ des­in­fi­zie­rend gewa­schen wer­den müs­sen, ver­bleibt die Ver­ant­wor­tung für den Hygie­ne­sta­tus von Bewoh­ner­wä­sche bei den Pfle­g­ein­rich­tun­gen bzw. bei den beauf­trag­ten Wäsche­rei­be­trie­ben. Bewoh­ner­wä­sche, deren Behand­lung nicht exakt gesetz­lich gere­gelt ist, umfasst im Wesent­li­chen die Ober­be­klei­dung und Leib­wä­sche, wel­che sich im Besitz der Bewoh­ner befindet.

Im Zuge der Coro­na-Pan­de­mie haben die Tex­til Ser­vice-Unter­neh­men eine deut­li­che Zunah­me der zur Bear­bei­tung über­las­se­nen Tex­ti­li­en fest­ge­stellt. Vie­le Ange­hö­ri­ge, die vor der Kri­se die Beklei­dung des Bewoh­ners zu Hau­se bear­bei­tet haben, wähl­ten nun eine siche­re und hygie­nisch ein­wand­freie, pro­fes­sio­nel­le Auf­be­rei­tung durch Spe­zia­lis­ten. Auch haben Gesund­heits­äm­ter die Ein­rich­tun­gen dahin gehend bera­ten, die Auf­be­rei­tung von poten­zi­ell kon­ta­mi­nier­ten Tex­ti­li­en, wie z.B. auch die Berufs­klei­dung der Pfle­gen­den, aus dem pri­va­ten Umfeld herauszuholen.

Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern bringt Sicherheit

Für Pfle­ge­hei­me mit einer eige­nen Wäsche­rei gilt die DGUV Infor­ma­ti­on 203–084 „Umgang mit Wäsche aus Berei­chen mit erhöh­ter Infek­ti­ons­ge­fähr­dung“ mit kon­kre­ten bau­li­chen, hygie­ni­schen und per­so­nel­len Anfor­de­run­gen. Um die­sen oft unter­schätz­ten Auf­wand für die Ein­rich­tung zu spa­ren und zur Kon­zen­tra­ti­on der Hei­me auf ihre Kern­auf­ga­be, die Betreu­ung und Pfle­ge der Bewoh­ner, ste­hen die Tex­til Ser­vice-Unter­neh­men des DTV mit qua­li­fi­zier­ten Lösun­gen zur Seite.

Die Ent­schei­dung zwi­schen einer Inhouse-Lösung oder einer Zusam­men­ar­beit mit exter­nen Pro­fis, ist nicht nur bei Neu­bau­ten, son­dern auch bei Bestands­ein­rich­tun­gen unter den von der DGUV gefor­der­ten Gesichts­punk­ten, kri­tisch und sorg­fäl­tig abzuwägen.

Die Tex­til Ser­vice-Unter­neh­men leis­ten mit ihren des­in­fi­zie­ren­den Wasch­ver­fah­ren einen wesent­li­chen Bei­trag zur Infek­ti­ons­prä­ven­ti­on, die sich auch in den lan­des­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an den Betrieb eines Hei­mes wider­spie­geln (ehe­mals: § 11 Abs. 1 Nr. 9 HeimG).

In Nord­rhein-West­fal­len ist bei­spiels­wei­se das Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les (MAGS) gem. § 45 Abs. 1 Nr. 8 WTG ermäch­tigt wor­den, per Rechts­ver­ord­nung Kon­zep­te über hygie­ne­recht­li­che Anfor­de­run­gen zu erstel­len, um einen Schutz der Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner vor Infek­tio­nen und die Ein­hal­tung der ein­schlä­gi­gen Anfor­de­run­gen der Hygie­ne zu gewährleisten.

Wenn­gleich die­ser for­mel­le Rechts­akt bis­lang noch nicht umge­setzt wor­den ist, kann dies­be­züg­lich wohl schon bald mit einer Besei­ti­gung die­ses Miss­stan­des gerech­net wer­den. Vor dem Hin­ter­grund der epi­de­mio­lo­gi­schen Not­stands­la­ge drän­gen nun meh­re­re kom­mu­na­le Ver­bän­de dar­auf, dass end­lich eine Hygie­ne- und Infek­ti­ons­schutz­ver­ord­nung ver­ab­schie­det wird.

Es ist abseh­bar, dass neben der des­in­fi­zie­ren­den Rei­ni­gung der dienst­li­chen Arbeits­klei­dung dann auch die unbe­denk­li­che Auf­be­rei­tung der Bewoh­ner­wä­sche hier­ein ein­be­zo­gen wer­den wird. Abseits die­ser recht­li­chen Aspek­te sind im Zusam­men­hang mit der Auf­be­rei­tung der Bewoh­ner­wä­sche auch wei­te­re qua­li­täts­si­chern­de Regu­la­to­ri­en zu beachten.

Bewohnerwäsche
Die Pfle­ge der bewoh­ner­ei­ge­nen Wäsche ist eine beson­ders sen­si­ble und ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­ben­stel­lungBild: DTV

Gesicherte Hygiene und Qualität für Bewohnerwäsche

Um Pfle­ge­ein­rich­tun­gen bei der Hygie­ne­si­che­rung von Bewoh­ner­wä­sche unter­stüt­zen zu kön­nen, die­nen den Dienst­leis­tern Manage­ment­sys­te­me als Grund­la­ge für gesi­cher­te Pro­zes­se: zwei im Markt für pro­fes­sio­nel­le Wäsche­rei­en aner­kann­te Sys­te­me ste­hen hier gleich­wer­tig neben­ein­an­der und bil­den eine gute und varia­ble Ent­schei­dungs­grund­la­ge für die Pflegeeinrichtung:

  • die Güte­ge­mein­schaft sach­ge­mä­ße Wäsche­pfle­ge e.V. hat im Jah­re 2012 das Güte­zei­chen RAL-GZ 992/4 ins Leben geru­fen. Die­ses Hygie­ne­zeug­nis für Bewoh­ner­wä­sche aus Pfle­ge­ein­rich­tun­gen gilt im deut­schen Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen als Nach­weis für die Erfül­lung aller rele­van­ten Hygie­ne­an­for­de­run­gen für sämt­li­che Arten von Bewohnerwäsche.
  • Das euro­päi­sche RABC Manage­ment­sys­tem (Risk Manage­ment and Bio­con­ta­mi­na­ti­on Con­trol), dar­ge­stellt über die Norm DIN EN 14065, bil­det die Grund­la­ge für die siche­re und vali­dier­te hygie­ni­sche Auf­be­rei­tung von Tex­ti­li­en in Wäsche­rei­en, die ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen mit ihren Kun­den zur mikro­bio­lo­gi­schen Qua­li­tät von Tex­ti­li­en getrof­fen haben.

Bei­de Manage­ment­sys­te­me wer­den in der pro­fes­sio­nel­len Wäsche­rei idea­ler­wei­se durch die Zer­ti­fi­zie­rung auch der Hygie­ne­an­for­de­run­gen an Bett- und Flach­wä­sche sowie der Berufs­klei­dung der Ein­rich­tung ergänzt – zum Vor­teil von Bewoh­nern und Einrichtungen.

Persönliche Kleidung in zuverlässigen Händen

Die Pfle­ge der bewoh­ner­ei­ge­nen Wäsche ist eine beson­ders sen­si­ble und ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­ben­stel­lung. Ent­schei­der einer Pfle­ge­ein­rich­tung sind hier auf höchs­te Qua­li­tät und das Ver­trau­en in die Wäsche­rei­part­ner ange­wie­sen. Der Befürch­tung eines Qua­li­täts­ver­lus­tes bei einer exter­nen Ver­ga­be kön­nen die Wäsche­rei­en nur mit einem per­fek­ten Ser­vice begeg­nen. Mit unse­ren infor­ma­ti­ven Erklär­vi­deo erhal­ten Sie einen Über­blick über einen per­fek­ten Wäschekreislauf.