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PWG-Seminare
Natalia Zietara, Daniel Kotlarz
Dr. Natalia Zietara und Dr. Daniel Kotlarz von der Ludwig-Maximi­li­ans-Univer­si­tät München.Bild: Marcin Lyszkiewicz

In ihrer für den Innova­ti­ons­preis einge­reich­ten Veröf­fent­li­chung beschäf­ti­gen sich Natalia Zietara und Daniel Kotlarz mit der trans­la­tio­na­len Anwen­dung von innova­ti­ven gendia­gnos­ti­schen Sequen­zie­rungs­ver­fah­ren bei primä­ren Immundefekterkrankungen.

Die erfolg­rei­che Übertra­gung von Grund­la­gen­wis­sen in die Patien­ten­ver­sor­gung ist von funda­men­ta­ler Bedeu­tung in der Univer­si­täts­me­di­zin. Damit Patien­ten umfas­send von neuen medizi­ni­schen Erkennt­nis­sen profi­tie­ren können, müssen Forschungs­er­geb­nisse möglichst rasch in innova­tive Diagno­se­ver­fah­ren und Thera­pien umgesetzt werden.

Die Forscher entdeck­ten grund­le­gende Prinzi­pien der Immunabwehr

„Zwar handelt es sich noch um einen experi­men­tel­len Forschungs­an­satz, aber die bahnbre­chende Studie von Natalia Zietara und Daniel Kotlarz verdeut­licht, dass Hochdurch­satz­se­quen­zie­rungs­me­tho­den durch eine höhere diagnos­ti­sche Sensi­ti­vi­tät die klini­schen Routi­ne­dia­gnos­tik von primä­ren Immun­de­fek­ten zukünf­tig im Sinne einer perso­na­li­sier­ten Medizin revolu­tio­nie­ren können“, erläu­tert Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Präsi­dent des Medizi­ni­schen Fakultätentages.

Die von Natalia Zietara und Daniel Kotlarz erhobe­nen Forschungs­er­geb­nisse sind nicht nur für IL-21R-defizi­ente Patien­ten von entschei­den­der Bedeu­tung, sondern zeigen vielmehr grund­le­gende Prinzi­pien der IL 21-vermit­tel­ten humanen Immun­ab­wehr auf und liefern innova­tive Einbli­cke in die moleku­lar­ge­ne­ti­sche Diagnos­tik von selte­nen Erkran­kun­gen. „Langfris­tig stellen ihre Erkennt­nisse die Basis für eine bessere Patien­ten­ver­sor­gung und Thera­pie im Sinne einer perso­na­li­sier­ten Medizin dar“, lobt Prof. Dr. D. Michael Albrecht, erster Vorsit­zen­der des Verban­des der Univer­si­täts­kli­nika (VUD).

Die Auszeich­nung wird am 1. Oktober in Berlin verliehen

Natalia Zietara absol­vierte ein Studium der Biotech­no­lo­gie und der Moleku­lar­bio­lo­gie an der Techni­schen Univer­si­tät Wroclaw, Daniel Kotlarz studierte Human­me­di­zin an der Medizi­ni­schen Hochschule Hanno­ver. Seitdem widmen beide Preis­trä­ger ihre Arbeit inten­siv der Entwick­lung innova­ti­ver Thera­pie­stra­te­gien für Immundefekterkrankungen.

Natalia Zietara und Daniel Kotlarz erhal­ten ihre Auszeich­nung im Rahmen des XI. Innova­ti­ons­kon­gres­ses der Deutschen Hochschul­me­di­zin am 1. Oktober in Berlin, wo wie außer­dem Gelegen­heit haben werden, ihre Forschungs­ar­beit in einem Vortrag zu präsentieren.