V. l. n. r.: Prof. W. Daniel, Dt. Herzstiftung; Prof. U. Sechtem, DSHF; Preisträgerin Dr. Dr. S. Busch, DHM; Prof. H. Klein, Preisträger des Vorjahres; Prof. H. Oelert, DSHF.
V. l. n. r.: Prof. W. Dani­el, Dt. Herz­stif­tung; Prof. U. Sech­tem, DSHF; Preis­trä­ge­rin Dr. Dr. S. Busch, DHM; Prof. H. Klein, Preis­trä­ger des Vor­jah­res; Prof. H. Oelert, DSHF.Tho­mas Hauss/Deutsche Herz­stif­tung

Der Wis­sen­schafts­preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2012 für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen in der Elek­tro­phy­sio­lo­gie an eine Per­sön­lich­keit mit Vor­bild­cha­rak­ter ver­ge­ben. Dr. Sonia Busch ist seit 2013 Ober­ärz­tin an der Kli­nik für Herz- und Kreis­lauf­erkran­kun­gen des Deut­schen Herz­zen­trums (DHM). Die Preis­trä­ge­rin habe „durch ihren Drang, The­ra­pie­op­tio­nen mit­ein­an­der zu ver­glei­chen und Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten in der Behand­lung von Vor­hof­flim­mern aus­zu­lo­ten, zu neu­en Erkennt­nis­sen bei­getra­gen“, wür­digt Prof. Dr. Hell­mut Oelert, Vor­sit­zen­der des Wis­sen­schaft­li­chen Bei­rats der DSHF, die Ver­diens­te der For­sche­rin.

Dass Dr. Busch „auf allen Gebie­ten der kli­ni­schen Elek­tro­phy­sio­lo­gie bes­tens aus­ge­bil­det“ ist, beton­te der renom­mier­te Rhyth­mo­lo­ge und Spitz-Preis­trä­ger des Vor­jah­res, Prof. em. Dr. Hel­mut Klein vom Medi­cal Cen­ter der Uni­ver­si­tät Roches­ter in New York, in sei­ner Lau­da­tio in Mann­heim. Dies gel­te sowohl für die The­ra­pie mit Herz­schritt­ma­chern und implan­tier­ba­ren Defibrillatoren/ICD als auch auf dem Gebiet der gesam­ten inter­ven­tio­nel­len Abla­ti­ons­the­ra­pie. So war ein wich­ti­ger Eck­punkt der wis­sen­schaft­li­chen Arbeit von Dr. Busch die inten­si­ve Beschäf­ti­gung mit linksa­tria­len Tachy­kar­di­en (aus dem lin­ken Vor­hof) als Fol­gerhyth­mus­stö­rung nach einer Abla­ti­on von anhal­ten­dem (per­sis­tie­ren­dem) Vor­hof­flim­mern. Wei­te­re Schwer­punk­te ihrer Arbeit bil­den die Kathe­tera­b­la­ti­on von anfalls­wei­sem (par­oxys­ma­lem) Vor­hof­flim­mern und die Kathe­tera­b­la­ti­on bei Pati­en­ten mit ope­rier­ten ange­bo­re­nen Herz­feh­lern.

Nach Medi­zin­stu­di­um und Fach­arzt­aus­bil­dung für Inne­re Medizin/Kardiologie absol­vier­te die „ambi­tio­nier­te For­sche­rin“ (Prof. Klein) meh­re­re Jah­re an der Uni­ver­si­tät Tunis und pro­mo­vier­te dort 2006 mit einer Arbeit über den Herz­in­farkt bei jün­ge­ren Pati­en­ten. Es folg­ten wei­te­re wich­ti­ge Sta­tio­nen am Zen­trum für Elek­tro­phy­sio­lo­gie der Uni­ver­si­tät in Nan­cy (Frank­reich) unter Prof. Dr. Eti­en­ne Ali­ot und ein kur­zer Auf­ent­halt an der Uni­ver­si­täts­me­di­zin Mann­heim bei Prof. Dr. med. Mar­tin Borggre­fe. Seit 2009 ist Dr. Busch am Deut­schen Herz­zen­trum tätig. Ihre zwei­te Pro­mo­ti­on absol­vier­te die For­sche­rin über einen Ver­gleich des Gerin­nungs­hem­mers Rivaroxaban mit Phen­pro­co­u­mon bei linksa­tria­len Abla­ti­ons­pro­ze­du­ren.