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Die Preisverleihung mit Angelika Zegelin (3. v.r.)
Die Preis­ver­lei­hung mit Angelika Zegelin (3. v.r.)Bild: Univer­si­tät Witten/Herdecke

In diesem Jahr widmete sich der Wettbe­werb dem Thema „Pflege im Quartier“. Der Wunsch der Menschen, möglichst lange im vertrau­ten Wohnum­feld zu bleiben, steht oft im Wider­spruch zu ihren Möglich­kei­ten, das eigene Leben zu bewäl­ti­gen. So zum Beispiel, wenn im Alter der Einkauf oder der Weg zur Post eine Hürde darstellt, wenn der Arztbe­such alleine nicht zu schaf­fen ist oder die Wäsche sich stapelt. „Es gibt wenige Preise, die an die Pflege­pra­xis gerich­tet sind. Wir wollen mit der Auszeich­nung insbe­son­dere die tägli­che Arbeit der Kolle­gen in der Praxis würdi­gen“, betonte Ali Celik, Vorstands­mit­glied des DBfK, bei der Preisverleihung.

Beim Projekt „Quartiers­nahe Unter­stüt­zung pflegen­der Angehö­ri­ger“ der UW/H geht es darum, in örtli­chen Arbeits­grup­pen für Pflegende ein Klima des Vertrau­ens, der Koope­ra­tion und vor allem des gemein­sa­men Gestal­tungs­wil­lens entste­hen zu lassen – immer bezogen auf das jewei­lige Quartier. Prof. Zegelin: „Die Sicher­stel­lung der Versor­gung pflege­be­dürf­ti­ger Menschen in der Häuslich­keit betrifft immer mehr Familien. Bei Hilfs­an­ge­bo­ten steht aller­dings meist die Situa­tion des Pflege­be­dürf­ti­gen im Fokus der Betrach­tung. Die häusli­che Pflege­si­tua­tion kann aber oft nur durch pflegende Angehö­rige aufrecht erhal­ten werden. Wenn diese dann einmal selbst erkran­ken, kolla­biert häufig das komplette häusli­che Pflege­ar­ran­ge­ment.“ Obwohl seit länge­rer Zeit bekannt sei, dass pflegende Angehö­rige körper­lich, psychisch und oft auch finan­zi­ell hoch belas­tet sind, mangele es vieler­orts weiter an niedrig­schwel­li­gen und verläss­li­chen Hilfs­an­ge­bo­ten. „Die Vernet­zung der Akteure vor Ort stellt einen wichti­gen Ansatz dar, um pflegende Angehö­rige zu unter­stüt­zen und somit ihre Gesund­heit zu erhal­ten“, erläu­tert Prof. Zegelin den Hinter­grund des Projekts.

Der Pflege­preis wird einmal im Jahr in Erinne­rung an Agnes Karll (1868–1927), die große Refor­me­rin der Pflege in Deutsch­land, verliehen.

Quelle: idw