Hier­zu ver­pflich­tet das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz die Kran­ken­häu­ser. „Das Son­der­pro­gramm kann hier­bei eine zusätz­li­che Hil­fe­stel­lung geben. Es ent­lässt die Kran­ken­häu­ser jedoch nicht aus ihrer grund­sätz­li­chen Ver­ant­wor­tung zum Schutz der Pati­en­ten für umfas­sen­de Sor­ge zu tra­gen“, so Johann-Magnus v. Sta­ckel­berg, stellv. Vor­stands­vor­sit­zen­der des -Spit­zen­ver­ban­des.

Mit einem Son­der­pro­gramm will die die Ein­stel­lung von Hygie­ne­per­so­nal in den Kran­ken­häu­sern, aber auch Fort- und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men im Bereich für Kli­nik­mit­ar­bei­ter und exter­ne Bera­tun­gen durch Hygie­ne­ex­per­ten för­dern. Ent­schei­dend für die För­de­rung von Maß­nah­men für Hygie­ne­per­so­nal ist die Emp­feh­lung der Kom­mis­si­on für Kran­ken­haus­hy­gie­ne und Infek­ti­ons­prä­ven­ti­on (KRINKO) zu per­so­nel­len und orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen zur Prä­ven­ti­on nos­o­ko­mia­ler Infek­tio­nen. Erfüllt ein Kran­ken­haus die­se Emp­feh­lun­gen bis­her noch nicht, kann es Gel­der aus dem För­der­pro­gramm bean­tra­gen.

Mit dem Sonderprogramm sollen auch neue Stellen geschaffen werden

Mit 37 Mil­lio­nen Euro wur­de mehr als die Hälf­te des Gel­des für die Ein­stel­lung von Hygie­ne­fach­kräf­ten, Kran­ken­haus­hy­gie­ni­kern und hygie­ne­be­auf­trag­ten Ärz­ten ver­ein­bart. Die Finan­zie­rungs­re­ge­lung greift auch dann, wenn kein zusätz­li­ches Per­so­nal ein­ge­stellt wird, son­dern Hygie­ne­per­so­nal­stel­len intern besetzt und Teil­zeit­stel­len auf­ge­stockt wer­den.

Fort- und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men für pfle­ge­ri­sches und ärzt­li­ches Hygie­ne­per­so­nal bil­den die zwei­te Säu­le des Son­der­pro­gramms und wur­den mit 15 Mil­lio­nen Euro finan­ziert. Hin­zu kom­men ca. 4 Mil­lio­nen Euro für Bera­tun­gen durch exter­ne Kran­ken­haus­hy­gie­ni­ker und wei­te­re ca. 10 Mil­lio­nen Euro, für die noch kei­ne kon­kre­ten per­so­nel­len Maß­nah­men ver­ein­bart wur­den.

Ob aus den zur Ver­fü­gung gestell­ten Gel­dern tat­säch­lich Stel­len erwach­sen sind, kann erst durch die jewei­li­ge Jah­res­ab­schluss­prü­fung fest­ge­stellt wer­den. Nur auf die­sem Wege kann die sach­ge­rech­te Mit­tel­ver­wen­dung zuver­läs­sig nach­ge­wie­sen wer­den. Bei vie­len Kran­ken­häu­sern müs­sen die Kran­ken­kas­sen noch auf die Nach­wei­se aus den Jah­res­ab­schluss­prü­fun­gen für die Jah­re 2013/14 war­ten.