Demenz


Wegfallende HilfsangeboteHäusliche Pflege: Verzweiflung durch Corona-Pandemie

Etwa 4,7 Millionen Menschen in Deutschland betreiben Häusliche Pflege und sind physisch sowie psychisch starken Belastungen ausgesetzt. Dies hat sich durch die Corona-Pandemie nochmals verschärft, wie jetzt ein gemeinsames Forschungsprojekt des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ergab. Etwa ein Viertel gibt an, verzweifelt zu sein, auch mit der praktischen Umsetzung der Hygienevorschriften haben viele Probleme.




Auch Demente haben ein Recht auf IntimsphäreSturz bei Toilettengang – Überwachung nicht verpflichtend

Eine ältere Pflegeheimbewohnerin ist dement, stürzt bei einem Toilettengang und verletzt sich. Die Krankenkasse klagte gegen das Pflegeheim auf Ersatz der Behandlungskosten. Dem Altenheim wurde vorgeworfen, die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat zu diesem Fall kürzlich ein Urteil gefällt und ausgeführt, dass eine Überwachung die Intimsphäre der Bewohnerin verletzt hätte.



Freund und VierbeinerWie Hunde in der Pflege helfen können

Immer häufiger werden in der Pflege auch Tiere zur therapeutischen Unterstützung eingesetzt. Dabei spielt vor allem der beste Freund des Menschen eine große Rolle - der Hund. Studien zeigen, dass Hunde insbesondere bei Menschen mit Demenz das psychosoziale Wohlbefinden verbessern können.


Einfach ruhig gestelltTotale Fehlversorgung von Demenzerkrankten

Statt auf Antidementiva zurückzugreifen, werden Demenzerkrankte zu häufig einfach mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt. Erschwerend kommt hinzu: Im Bereich der Alzheimerdemenz darf man in den nächsten Jahren mit keinem Durchbruch in der Arzneimitteltherapie rechnen. Eine fatale Prognose, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Betroffenen zukünftig nicht abnehmen, sondern zunehmen wird.



PatientenrechteAuch Demenzkranke haben Anspruch auf Reha

Das Bestehen einer fortgeschrittenen Demenz schließt nicht die Fähigkeit zur Rehabilitation und damit einen etwaigen Anspruch gegenüber den Kassen aus. Als Entscheidungsgrundlage ist vielmehr auf die konkret-individuellen Rehabilitationsziele abzustellen. So entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg.