Volkskrankheit

AnzeigeTeil 2 - Die rechtlichen KonsequenzenChronische Niereninsuffizienz – eine in der hausärztlichen Praxis häufig vernachlässigte Volkskrankheit (II)

Eine 42-jährige Patientin befand sich über einen Zeitraum von 10 Jahren wegen verschiedener chronischer Erkrankungen in hausärztlicher Behandlung, wobei nach 7 Jahren ein Behandlerwechsel erfolgte. Bei beiden Behandlern wurden –meist nur nebenbefundlich- erhöhte und stetig steigende Kreatininwerte festgestellt. Obwohl ihre beiden Ärzte die Erhöhung der Kreatininwerte erkannten, sei die Patientin nicht ausdrücklich und ernsthaft auf das Vorliegen einer gefährlichen, fortschreitenden Nierenerkrankung mit unbedingtem Erfordernis engmaschiger Kontrollen und weitergehender Diagnostik hingewiesen worden. Was dazu führt, dass die Patientin die Gefahr einer solchen Erkrankung erst zu spät wahr nahm. Die Folge davon: Nach drei Dialysen wurde in 11/2015 eine Nierentransplantation vorgenommen. Dieses Fehlverhalten seitens ihrer behandelten Ärzte hat rechtliche Folgen.


AnzeigeTeil 1 - Sachverhalt bei einem HaftungsfallChronische Niereninsuffizienz – eine in der hausärztlichen Praxis häufig vernachlässigte Volkskrankheit (I)

Nierenfunktionsstörungen wie die chronische Niereninsuffizienz kommen häufig vor und treten in der hausärztlichen Praxis mehrmals im Jahr in Erscheinung. Mit einer Evidenz von 7,2 % bei Patienten über 30 Jahren gehört sie zu den weltweit häufigsten Volkskrankheiten. Bereits jetzt stehen aussagekräftige, internationale Leitlinien und Fachliteratur für Innere Medizin zur Verfügung, die ein standardisiertes Verfahren bei Nierenfunktionseinschränkungen beschreiben. Dass es dennoch Behandlungsdefizite gibt, zeigen in unserer Schadenpraxis vermehrt auftretende Fälle von nicht bzw. zu spät erkannter chronischer Niereninsuffizienz mit schwerwiegenden Folgen für die Patienten.