Pflegekammer in Berlin
Gesund­heits­se­na­to­rin Dilek Kolat spricht sich gegen eine Pflege­kam­mer in Berlin aus.Bild: Stephan Röhl for Heinrich-Böll-Stiftung

Laut dem DBfK Nordost sind die Vorteile einer Pflege­kam­mer unbestreit­bar: Profes­sio­nell Pflegende würden hierdurch eine starke Stimme erhal­ten. Darüber hinaus könne so der Pflege­be­ruf an Attrak­ti­vi­tät gewin­nen, eine quali­ta­tiv hochwer­tige Weiter­bil­dung zur Verbes­se­rung der Pflege­qua­litä sicher­ge­stellt und eine autonome Selbst­ver­wal­tung erreicht werden.

DBfK: „Pflege­kam­mer wird von den Pflegen­den in Berlin gefordert“

Eine Umfrage der Alice Salomon Hochschule aus dem Jahr 2015, in Auftrag gegeben vom damali­gen Senator Mario Czaja (CDU), hat ergeben, dass rund 60 Prozent der damals Befrag­ten eine Pflege­kam­mer in Berlin durch­aus befür­wor­ten würden. Trotz diesem Votums sieht die derzeit amtie­rende Senato­rin Kolat keine Notwen­dig­keit zur Errich­tung einer Pflege­kam­mer in Berlin.

Dem wider­spricht die Geschäfts­füh­re­rin des DBfK Nordost, Franziska Rahmel: „Eine Pflege­kam­mer wird von Berli­ner Pflegen­den gefor­dert. Die Politik muss jetzt handeln, um die Stellung von Pflegen­den zu stärken.“ Rahmel begrüßt daher den aktuel­len Vorstoß der opposi­tio­nel­len CDU-Fraktion im Abgeord­ne­ten­haus. Diese hatte im März einen Entwurf für ein „Gesetz über die Errich­tung einer Pflege­kam­mer Berlin“ (Drs. 18/0213) in das Berli­ner Landes­par­la­ment einge­bracht. Eine Beratung durch den Ausschuss für Gesund­heit, Pflege und Gleich­stel­lung ist jedoch noch nicht erfolgt.