Depression, Frühjahr
Auch im Früh­jahr kann einen die erwi­schen.RyanMcGuire/Pixabay.com [CC0 1.0]

Eine ist im Gegen­satz zur Früh­jahrs­mü­dig­keit eine ernst­zu­neh­men­de psy­chi­sche Erkran­kung. Laut der Deut­schen Psy­cho­the­ra­peu­ten­ver­ei­ni­gung steigt jedes Jahr im Früh­jahr die Selbst­mord­ra­te und lässt erst im Som­mer wie­der nach. For­scher begrün­den das mit einem Sero­to­nin­man­gel im Gehirn: Betrof­fe­ne einer erle­ben ihre Erkran­kung stär­ker, wenn um sie her­um das Leben anfängt zu blü­hen.

Nicht jeder hat eine Depression

„Wenn ande­re Men­schen sich bei Son­nen­schein fröh­lich gelaunt im Frei­en tref­fen, kann das die Ver­zweif­lung und Hoff­nungs­lo­sig­keit eines depres­si­ven Men­schen noch mehr ver­stär­ken“, so Samer Schleu­se­ner, stell­ver­tre­ten­der Ärzt­li­cher Direk­tor der Rhein-Jura Kli­nik und Fach­arzt für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie. „Die­se Dis­kre­panz kann psy­chi­sche Belas­tun­gen ver­stär­ken“. Dabei las­sen sich Depres­sio­nen psy­cho­the­ra­peu­tisch gut behan­deln. Je nach Schwe­re­grad und Art der Depres­si­on führt die Rhein-Jura Kli­nik eine Psy­cho­the­ra­pie mit ggf. ärzt­lich-medi­ka­men­tö­ser Behand­lung in Kom­bi­na­ti­on durch. Je frü­her eine Depres­si­on behan­delt wird, des­to grö­ßer sind die Hei­lungs­chan­cen.

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„Doch nicht jeder Mensch mit Sym­pto­men wie Müdig­keit, Abge­schla­gen­heit, Kopf­schmer­zen oder Gereizt­heit ist gleich an einer Depres­si­on erkrankt“, erklärt Schleu­se­ner. Vie­le lei­den im Früh­jahr unter der Früh­lings­mü­dig­keit, die in der Regel jedoch spä­tes­tens nach zwei Wochen von allei­ne ver­schwin­den soll­te. Betrof­fe­ne kön­nen den läs­ti­gen Beschwer­den mit viel Bewe­gung an der fri­schen Luft, aus­rei­chend Schlaf und gesun­der Ernäh­rung sowie mit einer hohen Flüs­sig­keits­zu­fuhr begeg­nen. So wer­den Kör­per und See­le unter­stützt, sich an die wech­seln­de Jah­res­zeit zu gewöh­nen.