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Welt-Malaria-Tag.
Eine Anophe­les-Stech­mü­cke beim Saugen.Bild: CDC/James Gathany

Fakt #1

Das Wort „Malaria“ stammt von „mala aria“ ab, latei­nisch für schlechte Luft. Diese herrschte in den Sumpf­ge­bie­ten, in denen die Tropen­krank­heit auftrat und auch heute noch auftritt. Haupt­ver­brei­tungs­ge­biet der Malaria sind die Tropen und die Subtro­pen, insge­samt tritt die Krank­heit in etwa 100 Ländern auf.

Fakt #2

Malaria wird von einzelli­gen Parasi­ten hervor­ge­ru­fen, die zu der Gruppe der Plasmo­dien gehören. Übertra­gen wird die Krank­heit von weibli­chen Stech­mü­cken (Moski­tos) der Gattung Anophe­les. Der Zusam­men­hang zwischen dem Malaria­er­re­ger und dem Stich der Anophe­les­mü­cke wurde 1897 vom engli­schen Chirur­gen Ronald Ross entdeckt.

Fakt #3

Malaria äußert sich unter anderem durch hohes Fieber (je nach Art der Krank­heit auch wieder­keh­rend), Blutbild­ver­än­de­run­gen, Beschwer­den des Magen-Darm-Traktes und Krämpfe. Im Jahr 2010 starben rund 1,2 Millio­nen Menschen an der Krankheit.

Zwischen den Jahren 1980 und 2010 erreichte die Sterb­lich­keit an Malaria im Jahr 2004 mit 1,8 Millio­nen Todes­fäl­len einen Höhepunkt. Durch­schnitt­lich sterben weltweit etwa 600.000 Menschen pro Jahr an Malaria, die meisten Todes­op­fer sind Kinder.

Fakt #4

Für medizi­ni­sche Forschun­gen wurden mehrere Medizin-Nobel­preise verge­ben: Der letzte ging im Jahre 2015 an die chine­si­sche Pharma­ko­lo­gin Tu Youyou für die Isolie­rung des zur Malaria­the­ra­pie einge­setz­ten sekun­dä­ren Pflan­zen­stoff Artemi­s­i­nin aus dem Einjäh­ri­gen Beifuß.

Fakt #5

Bis zum heuti­gen Tag gibt es keinen Impfstoff gegen Malaria. Die beste Prophy­laxe ist der Schutz vor Stichen durch die Anophe­les­mü­cke. Unter Umstän­den kann auch an eine zusätz­li­che medika­men­töse Vorbeu­gung (Chemo­pro­phy­laxe) gedacht werden; dies sollte im Einzel­fall mit dem Arzt bespro­chen werden.

Quelle: Wikipe­dia, RKI