Mit den stei­gen­den Bei­trä­gen in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung () befas­sen sich die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten am Don­ners­tag, 14. Janu­ar 2016, auf Antrag der Oppo­si­ti­on. Die Lin­ke und Bünd­nis 90/Die Grü­nen for­dern in Anträ­gen, zur voll­stän­di­gen pari­tä­ti­schen Finan­zie­rung der Bei­trags­sät­ze zurück­zu­kom­men, also Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber an den künf­ti­gen Kos­ten­stei­ge­run­gen im Gesund­heits­we­sen gleich­mä­ßig zu betei­li­gen.

Arbeitgeberanteil auf 7,3 Prozent festgeschrieben

Durch das „Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Finanz­struk­tur und der Qua­li­tät in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung“ ist mit Beginn des Jah­res 2015 eine neue Sys­te­ma­tik ein­ge­führt wor­den. Nach die­ser setzt sich der Bei­trags­satz aus zwei Kom­po­nen­ten zusam­men: Aus einem all­ge­mei­nen (fes­ten) Bei­trags­satz von der­zeit 14,6 Pro­zent, der jeweils zur Hälf­te (7,3 Pro­zent) von Arbeit­neh­mern und Arbeit­ge­bern getra­gen wird, und einem Zusatz­bei­trag in varia­bler Höhe, der aus­schließ­lich von der Arbeit­neh­mer­sei­te zu zah­len ist.

Der Zusatz­bei­trag ersetz­te den bis dahin gel­ten­den, arbeit­neh­mer­sei­ti­gen Son­der­bei­trag in Höhe von 0,9 Pro­zent. Mit der Fest­schrei­bung des Arbeit­ge­ber­bei­trags auf 7,3 Pro­zent sol­len die Lohn­zu­satz­kos­ten gede­ckelt wer­den.

Beitragssatzerhöhungen von im Schnitt 0,2 Prozentpunkten

Wäh­rend die Kran­ken­kas­sen 2015 mit ihren Zusatz­bei­trä­gen zunächst nicht über die Mar­ke von 0,9 Pro­zent hin­aus­gin­gen, son­dern sich an die­ser Gren­ze ori­en­tier­ten, hat sich dies mit Jah­res­be­ginn 2016 geän­dert. Ende ver­gan­ge­nen Jah­res kün­dig­ten die Kas­sen im Schnitt Bei­trags­satz­er­hö­hun­gen von 0,2 Pro­zent­punk­ten an, eini­ge Kas­sen lagen jedoch deut­lich über die­sem Wert (auf bis zu 1,7 Pro­zent).

Inzwi­schen rech­nen Exper­ten damit, dass der Zusatz­bei­trag bis 2020 im Schnitt auf zwei Pro­zent zule­gen könn­te. Die Oppo­si­ti­on befürch­tet, die Zusatz­bei­trä­ge könn­ten noch deut­lich schnel­ler stei­gen.