Die Kün­di­gung des Ver­trags für die Finan­zie­rung von Kli­nik­zen­tren sei­tens des -Spit­zen­ver­ban­des und dem Ver­band der Pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) sorgt für ein Echo. Grund für die Kün­di­gung ist, dass es laut -Spit­zen­ver­band kei­ne kla­re Defi­ni­ti­on eines Zen­trums gebe und Kli­ni­ken sich somit ohne Struk­tur­vor­ga­ben als Zen­trum bezeich­nen kön­nen. Dies ent­spre­che nicht den Regu­la­ri­en, wie sie im Kran­ken­haus­struk­tur­ge­setz (KHSG) vor­ge­se­hen sind.

Reaktion der Deutschen Krankenhausgesellschaft ()

Die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft () fin­det, dass die Kas­sen mit der Kün­di­gung ihrer eige­nen Phi­lo­so­phie und ihren eige­nen Kon­zep­ten wider­spre­chen. Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Deut­schen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft (), Georg Baum, erklär­te dazu: „Die Kün­di­gung die­ses mit­hil­fe der Schieds­stel­le zustan­de gekom­me­nen Ver­tra­ges steht im kras­sen Wider­spruch zu der von den Kran­ken­kas­sen immer wie­der gefor­der­ten Zen­tra­li­sie­rung kom­ple­xer Kran­ken­haus­leis­tun­gen. Wie­der zeigt sich, dass die Kas­sen von der eige­nen Phi­lo­so­phie absprin­gen, wenn sie für ihre Kon­zep­te finan­zi­el­le Mit­tel bereit­stel­len sol­len. Wer Spe­zia­li­sie­rung will, muss dafür auch Geld in die Hand neh­men.“

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Wei­ter­hin sei die Schieds­stel­len­ver­ein­ba­rung in Bezug zu der Zen­tren­fi­nan­zie­rung das Ergeb­nis einer aus­ge­wo­ge­nen Kom­pro­miss­fin­dung gewe­sen. „Die im Gesetz vor­ge­se­he­nen beson­de­ren Auf­ga­ben für die Zen­tren sind in der Ver­ein­ba­rung kon­kre­ti­siert wor­den. In keins­ter Wei­se gerecht­fer­tigt ist die Behaup­tung der Kas­sen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Aner­ken­nung als Zen­tren mit der Ver­ein­ba­rung abge­senkt wor­den sei­en. Der über­wie­gen­de Teil die­ser Kon­kre­ti­sie­run­gen kommt aus dem For­de­rungs­ka­ta­log des GKV-Spit­zen­ver­ban­des. Ohne die Über­füh­rung in das neue Kon­zept wer­den bestehen­de Zen­tren auf­grund der gesetz­li­chen Vor­ga­ben ab 2018 kei­ne Zuschlä­ge mehr erhal­ten. Hier droht ein Kahl­schlag z. B. auch bei so schwer­wie­gen­den Indi­ka­tio­nen wie Brust- oder Darm­krebs“, argu­men­tiert Baum wei­ter.

Nun appel­liert die DKG an die Län­der, dass die Kran­ken­häu­ser die Bezeich­nung als Zen­tren den­noch umset­zen, unab­hän­gig der Hal­tung des GKV-Spit­zen­ver­ban­des. Zudem for­dert die DKG den Spit­zen­ver­band auf, die Kün­di­gung zurück­zu­zie­hen.