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Etwa 500.000 Menschen erkran­ken jährlich bundes­weit an Krebs. Exper­ten schät­zen, dass etwa die Hälfte aller Krebs­fälle durch einen gesün­de­ren Lebens­stil vermeid­bar wäre. Beispiels­weise senkt regel­mä­ßige körper­li­che Aktivi­tät das Risiko für mindes­tens 13 Krebs­ar­ten. Der diesjäh­rige Weltkrebs­tag steht daher unter dem Motto „Wir können. Ich kann.“ und soll dazu motivie­ren und auffor­dern einen gesun­den Lebens­stil zu führen. „Gesund­heit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nette­ko­ven, Vorstands­vor­sit­zen­der der Deutschen Krebs­hilfe.

Feiern ohne Kater und Sonnen ohne Sonnenbrand

Mit Freun­den zusam­men Sport machen, Essen aus frischen Zutaten zuberei­ten, feiern ohne „Kater“ am Morgen, Sonne genie­ßen ohne rotver­brannte Haut, küssen ohne „Aschen­be­cher­ge­schmack“: „Ein gesun­der Lebens­stil heißt in erster Linie gewin­nen und nicht verzich­ten. Und – er ist die beste Möglich­keit, einer Krebs­er­kran­kung aktiv vorzu­beu­gen“, so Nette­ko­ven. Ausrei­chend bewegen, ausge­wo­gen ernäh­ren, norma­les Körper­ge­wicht halten, wenig Alkohol trinken, vorsich­ti­ges Sonnen­ba­den und rauch­frei Leben gehören zu den Verhal­tens­wei­sen, die jeder selbst beein­flus­sen kann.

Tabak­wer­be­ver­bot und Werbe­ein­schrän­kun­gen für überzu­ckerte Lebensmittel

Krebs­prä­ven­tion sieht die Deutsche Krebs­hilfe als eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Aufgabe an. Daher setzt sich die Organi­sa­tion auch zusam­men mit anderen Akteu­ren des Gesund­heits­sys­tems dafür ein, dass Lebens­be­din­gun­gen verän­dert werden: Auf politi­scher Ebene fordert die Deutsche Krebs­hilfe ein vollstän­di­ges Tabak­wer­be­ver­bot sowie Werbe­ein­schrän­kun­gen für überzu­ckerte Lebens­mit­tel. Zudem engagiert sie sich dafür, dass in Kinder­ta­ges­stät­ten und Schulen täglich mindes­tens eine Stunde Sport in den Tages­ab­lauf integriert, Schat­ten­plätze zum Schutz vor starker Sonnen­strah­lung instal­liert sowie gesun­des Schules­sen und gesunde Pausens­nacks angebo­ten werden. Zum Schutz vor Hautkrebs bei Beschäf­tig­ten, die überwie­gend im Freien arbei­ten, empfiehlt die Deutsche Krebs­hilfe verschie­dene UV-Schutzmaßnahmen.

Der Weltkrebs­tag fand zum ersten Mal am 4. Februar 2006 statt. Er wurde von der Weltkrebs­or­ga­ni­sa­tion UICC ausge­ru­fen. Mit dem diesjäh­ri­gen Motto heben die Initia­to­ren hervor, dass sich jeder dem Kampf gegen Krebs anschlie­ßen kann – egal, ob als Einzel­per­son oder im Kollek­tiv. Inter­es­sierte können zudem an dem Social Media-Projekt „Support through Sport“ teilneh­men. Man schreibt einfach eine „Wir können. Ich kann.“ – Botschaft auf ein Sport­ge­rät oder auch auf die eigene Hand und lädt davon ein Foto auf eine Social Media Platt­form hoch.

Quelle: presseportal.de, Deutsche Krebshilfe