Mit über 1000 Teilnehmern ware der Saal des Hauptprogramms beim 12. IWC in Köln voll umfänglich ausgefüllt.
Die Teilnehmer im Saal des Hauptprogramms beim 12. IWC in Köln.

Solch ein volles Haus war noch nie beim IWC: Mit 1.100 angemeldeten Teilnehmern ist am Donnerstag, 28. November, der 12. Interdisziplinäre WundCongress in den Kölner Sartory-Sälen erfolgreich über die Bühne gegangen. Das bedeutet gleichzeitig die größte Teilnehmerzahl in der Geschichte des IWC. Das komplette Team von den PWG-Seminaren dankt allen Teilnehmern für Ihr Interesse und das Vertrauen!

Das Kongress-Motto: “Die neue Dimension der Wundversorgung”

“Die neue Dimension der Wundversorgung” lautete das Motto des Kongresses: Der Schwerpunkt waren diesmal Neuentwicklungen aus Forschung und Technik in der Pflege – vor dem Hintergrund von aktuellen politischen und rechtlichen Entwicklungen. “Angesichts der immensen Zukunftsaufgaben, vor denen unser Gesundheitswesen steht, tragen wir alle Verantwortung, uns aktiv in die weitere Ausgestaltung unseres Gesundheitssystems einzubringen”, appellierte der Kongress-Gastgeber, Prof. Dr. Volker Großkopf, bei der Eröffnung ans Publikum im großen Hauptsaal des Sartory-Veranstaltungszentrums. Über Gefäßprotektion als Einflussgröße der Wundbehandlung referierte Prof. Dr. Knut Kröger, Mitglied im Vorstand der Initiative Chronische Wunden e. V.; PD Dr. Andreas Schwarzkopf nahm bei “Schlachtfeld Wunde – Der Abwehr beim Siegen helfen” die Besucher mit in die spannende Welt der Mikrobiologie bei Wunden. In seinem spannend-unterhaltsamen Vortrag “Sind alle Wundtherapeuten blind?” beleuchtete Dr. Alexander Risse, Leitender Arzt des Diabeteszentrums am Klinikum Dortmund eine Ursache für unzufriedenstellende Wundtherapie-Resultate: die fehlende Achtung und Anerkennung von Körpersignalen und -gefühlen. Gabriele Stern, Krankenschwester und M. Sc. Wound-Care-Management, klagte in “Hätte, hätte, Fahrradkette” über eindimensionale Denkweisen beim Débridement, Thomas Bonkowski vom Universitätsklinikum Regensburg hob im Vortrag “Der Mensch im Mittelpunkt” die wichtige Rolle der Empathie für den Therapie-Erfolg hervor.

Prof. Dr. Volker Großkopf, Kongresspräsident und Veranstalter des 12. Interdisziplinären WundCongress in Köln, hieß die Teilnehmer des IWC herzlich Wilkommen.
Prof. Dr. Volker Großkopf, Kongresspräsident und Veranstalter des 12. Interdisziplinären WundCongress in Köln, hieß die Teilnehmer des IWC herzlich Wilkommen.

Neben dem Hauptprogramm fanden in den weiteren Sälen des Sartory sowie des benachbarten Mercure-Hotels fünf Begleitveranstaltungen statt: In einem der Satellitensymposien informierte auf Einladung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Pflege-Professorin Prof. Dr. Angelika Zegelin über die von ihr mitentwickelten “Wittener Werkzeuge”, welche die Bedürfnisse des Menschens in den Mittelpunkt stellen und die Behandler-Patienten-Beziehung stärken sollen. Beim Symposium des Medical Data Institute (MDI) gab es bei “30 % aller Wundschwestern rauchen – Kann dies die Wundbehandlung beeinflussen?” Informationen zur Substitution herkömmlicher Zigaretten durch weniger schädliche Alternativen; die Paul Hartmann AG vertiefte bei “Wundversorgung anders gedacht – Wundversorgung anders gemacht” in einem Workshop das Exsudat-Management. Die Lohmann & Rauscher GmbH befasste sich bei ihrem Symposium mit dem Diabetischen Fußsyndrom (DFS); beim Praxis-Workshop von Mediset wiederum konnten sich die Teilnehmer auf der Bühne des Ostermann-Saals, der Sartory-Zweitbühne, u.a im Débridement üben. Die große Industrieausstellung in den beiden Foyers des Sartory mit rund 50 Ausstellern aus den Bereichen Medizin- und Pflegetechnik, Hilfsmittel sowie Interessenverbänden rundete das Groß-Event ab. Die 13. Auflage des IWC wird am 26. November 2020 an gleichem Ort stattfinden.