Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml.Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge

Huml beton­te anläss­lich einer Sit­zung des „Run­den Tisches “ in Mün­chen: „Die­ses Modell bie­tet die Chan­ce, dass die Pfle­ge in eine star­ke Stim­me bekommt. Es ist mir ein per­sön­li­ches Anlie­gen, dass die­ser Berufs­stand auf­ge­wer­tet wird.“

Kon­kret sieht das Kon­zept die Bil­dung einer Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts vor, in der Pfle­ge­ver­bän­de und ein­zel­ne Pfle­ge­kräf­te frei­wil­lig Mit­glied wer­den kön­nen. Wich­ti­ge Auf­ga­be ist die Ver­tre­tung der Inter­es­sen aller Pfle­ge­kräf­te in gegen­über Poli­tik und Gesell­schaft. Hin­zu kom­men unter ande­rem die Wei­ter­ent­wick­lung der Qua­li­tät in der Pfle­ge und die Mit­wir­kung an Gesetz­ge­bungs­vor­ha­ben.

Huml unter­strich: „Die­ses Modell trägt maß­geb­li­chen For­de­run­gen sowohl der Befür­wor­ter als auch der Geg­ner einer klas­si­schen Rech­nung. Zugleich ist es der ein­zig rea­lis­ti­sche Weg einer insti­tu­tio­na­li­sier­ten Ver­tre­tung der Pfle­gen­den. Denn eine klas­si­sche Kam­mer mit Pflicht­mit­glied­schaft und Pflicht­bei­trä­gen ist der­zeit nicht durch­setz­bar. Das haben die inten­si­ven Gesprä­che mit den maß­geb­li­chen Akteu­ren in die­sem Bereich gezeigt. Es ent­spricht auch dem Wunsch vie­ler Pfle­ge­kräf­te, dass auf Pflicht­bei­trä­ge ver­zich­tet wird.“

Die Minis­te­rin füg­te mit Blick auf die Mit­glie­der des Run­den Tisches hin­zu: „Wir haben die Chan­ce, eine sehr gute Lösung für die Pfle­gen­den in Bay­ern auf den Weg zu brin­gen. Eine Lösung, die neben der der Pfle­ge auch poli­ti­sche Teil­ha­be auf glei­cher Augen­hö­he mit ande­ren Heil­be­ru­fen ermög­licht. Wich­tig ist des­halb, dass Sie das Kon­zept mit­tra­gen und mit Leben erfül­len. Den bis­he­ri­gen Dis­kus­sio­nen soll­ten jetzt Taten fol­gen. Des­halb bit­te ich um Zustim­mung bis Anfang März. Dabei set­ze ich auf die Kom­pro­miss­fä­hig­keit aller Betei­lig­ten.“

Das Baye­ri­sche Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­nis­te­ri­um hat­te im Febru­ar 2014 eine Arbeits­grup­pe bestehend aus Befür­wor­tern und Kri­ti­kern einer klas­si­schen Pfle­ge­kam­mer sowie unab­hän­gi­gen Exper­ten ein­be­ru­fen. Ziel war es, ver­schie­de­ne mög­li­che Model­le einer Inter­es­sen­ver­tre­tung für die Pfle­ge mit allen Betei­lig­ten zu dis­ku­tie­ren.

Das nun von Minis­te­rin Huml vor­ge­leg­te Kon­zept sieht vor, dass der Kör­per­schaft auch staat­li­che Voll­zugs­auf­ga­ben über­tra­gen wer­den – etwa Bewil­li­gun­gen nach der För­der­richt­li­nie in der Alten­pfle­ge. Die Kör­per­schaft soll von einem Prä­si­di­um nach außen ver­tre­ten wer­den und eine Geschäfts­stel­le erhal­ten.