Arzneimittelversorgung
Mit dem Ent­wurf für ein Gesetz zur Stär­kung der erhal­ten die Ärz­te mehr Infor­ma­tio­nen zu den Arz­nei­mit­teln.frolicsomepl/Pixabay.com [CC0 1.0]

„Vie­le der Neu­re­ge­lun­gen stel­len aus unse­rer Sicht sinn­vol­le Wei­ter­ent­wick­lun­gen der frü­hen Nut­zen­be­wer­tung dar. Wir begrü­ßen aus­drück­lich, dass die Ver­bes­se­rung der Infor­ma­ti­on der Ärz­te über die Ergeb­nis­se der frü­hen Nut­zen­be­wer­tung im Ent­wurf the­ma­ti­siert wor­den ist“, erklär­te die stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung (), Dipl.-Med. Regi­na Feld­mann, in Ber­lin.

Eine gute Grund­la­ge für eine sol­che unmit­tel­ba­re Infor­ma­ti­on in den Pra­xen hat die auf ihren Inter­net­sei­ten bereits gelegt. Dort berich­tet sie über jeden vom Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss bewer­te­ten neu­en Wirk­stoff. „Aller­dings wis­sen wir auch, dass die­se Infor­ma­tio­nen unmit­tel­ba­rer zur Ver­fü­gung ste­hen und damit bei der Ver­ord­nung eines Arz­nei­mit­tels über die Pra­xis­soft­ware ange­zeigt wer­den müs­sen. Pra­xis­nah auf­be­rei­tet kön­nen sie dann die ärzt­li­che The­ra­pie­ent­schei­dung unter­stüt­zen“, sag­te Feld­mann.

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Aller­dings sei der Refe­ren­ten­ent­wurf nicht kon­se­quent genug bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Instru­men­te, die mit dem Gesetz zur Neu­ord­nung des Arz­nei­mit­tel­mark­tes (AMNOG) ein­ge­führt wur­den. So sieht der Ent­wurf ledig­lich die Mög­lich­keit der Ver­ein­ba­rung von Men­gen- und Umsatz­vo­lu­mi­na zwi­schen GKV-Spit­zen­ver­band und phar­ma­zeu­ti­schen Her­stel­lern bei der Fest­le­gung des Erstat­tungs­be­trags für neue Arz­nei­mit­tel vor. Dies soll­te aus Sicht der KBV jedoch eine ver­bind­li­che Vor­schrift sein.

„Wirk­stoff­be­zo­ge­ne Fall-zu-Fall-Rege­lun­gen füh­ren zu Ver­ord­nungs­un­si­cher­hei­ten für die Ver­trags­ärz­te“, beton­te Feld­mann. Eine ver­bind­li­che Rege­lung brin­ge Vor­tei­le für alle Sei­ten mit sich: Kran­ken­kas­sen und phar­ma­zeu­ti­sche Her­stel­ler hät­ten mehr Pla­nungs­si­cher­heit. „Für die nie­der­ge­las­se­nen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen wür­de es mehr Ver­ord­nungs­si­cher­heit geben. Zugleich wäre sicher­ge­stellt, dass Arz­nei­mit­tel ohne Zusatz­nut­zen nicht zu höhe­ren The­ra­pie­kos­ten füh­ren“, erklär­te sie.