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Klinik­clowns muntern die kleinen Patien­ten im Kranken­bett auf.Bild: UMG/Manuela Janke

Bei dieser Studie haben die ehren­amt­li­chen Klinik­clowns des Gryps­na­sen e.V. ihr Bestes gegeben, um mit Kniffs und Tricks die jungen Patien­ten zum Lachen zu bringen und dabei wurden nicht nur die Bauch­mus­keln beansprucht. Denn Lachen scheint nicht nur gesund zu sein, sondern es verbin­det auch: Bei dem Einsatz der Klinik­clowns wurde ein erhöh­ter Ausstoß von Oxyto­cin gemes­sen – auch als „Glücks­hor­mon“ bekannt, das Indika­tor für Vertrauen und Wohlbe­fin­den ist.

„Die Kraft von Zuwen­dung und Zuver­sicht sind heilsam, aber eben nicht als Tablette, sondern in aufrich­ti­gem mensch­li­chem Kontakt.“

Möglich gemacht wurde der Einsatz der Klinik­clowns mit der Unter­stüt­zung des Schirm­herrn Dr. Eckart von Hirsch­hau­sen und seiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN. „Die Kraft von Zuwen­dung und Zuver­sicht sind heilsam, aber eben nicht als Tablette, sondern in aufrich­ti­gem mensch­li­chem Kontakt. Und dies ist wissen­schaft­lich beleg­bar. Humor und Persön­lich­keits­bil­dung müssen integra­ler Bestand­teil der Ausbil­dung und Weiter­bil­dung in allen thera­peu­ti­schen Berufen werden“, so Hirsch­hau­sen. Die Stiftung wurde vor acht Jahren gegrün­det und hat es sich zum Ziel gemacht, den Kranken­haus­auf­ent­halt der Patien­ten und Angehö­ri­gen ein wenig angeneh­mer zu machen, um Lebens­freude und Mut zu versprü­hen. Ganz nach dem Motto der Stiftung: Gesunde können sich krank­la­chen – und Kranke gesund.

Bei der Pilot­stu­die wurden 31 Kinder einbe­zo­gen, deren Oxyto­cin-Spiegel vor und nach dem Einsatz der Clowns gemes­sen wurde. Im Durch­schnitt konnte ein Anstieg des Spiegels um 30 Prozent dokumen­tiert werden.

Ein positi­ver Beitrag nicht nur für die Kinder

Dass die Clowns nicht nur einen positi­ven Eindruck bei den Kleinen hinter­las­sen haben, zeigt auch die Reaktion der Großen. Eltern, deren Kinder an der Studie teilge­nom­men haben, würden eine Klinik mit Einsatz von Clowns in jedem Fall weiter­emp­feh­len, so die Psycho­lo­gin Dr. Tabea Scheel von der Berli­ner Humboldt-Univer­si­tät, die die Studie mitbe­glei­tete. Auch bei den Mitar­bei­tern der Klinik traf man auf Zustim­mung und das, obwohl der Einsatz eine organi­sa­to­ri­sche Zusatz­be­las­tung darstellte.

Humor hin oder her – jetzt wird es ernst: Denn nun sollen die Ergeb­nisse durch eine ausführ­li­che Anschluss­stu­die wissen­schaft­lich belegt werden. Der Studi­en­lei­ter und Direk­tor der Kinder­chir­ur­gie, Prof. Winfried Barth­len, betonte das Anlie­gen der Univer­si­täts­me­di­zin Greifs­wald die Studie zu erwei­tern, um sie wissen­schaft­lich zu bewei­sen und entspre­chende Finan­zie­rungs­gel­der zu beantra­gen. Langfris­ti­ges Ziel sei es, die Klinik­clowns als festen Bestand­teil im Kranken­haus zu integrieren.