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Die Schweiz lockt unter anderem mit einem vergleichsweise hohen Versorgungsstandard
Die Schweiz lockt unter anderem mit einem vergleichs­weise hohen Versor­gungs­stan­dard, attrak­ti­ven Gehäl­tern und Sozial­leis­tun­gen bei einer gerin­ge­ren Steuer­last.Bild: Gstockstudio1 | Dreamstime.com

Warum ausge­rech­net die Schweiz?

Setzt man sich mit den Vor- und Nachtei­len eines beruf­li­chen Neustarts ausein­an­der, bieten sich sehr schlüs­sige Argumente für die Schweiz. Die Eidge­nos­sen locken mit einem vergleichs­weise hohen Versor­gungs­stan­dard, attrak­ti­ven Gehäl­tern und Sozial­leis­tun­gen bei einer gerin­ge­ren Steuer­last sowie einer stimmi­gen Work-Life-Balance. Im Prinzip genau die Punkte, warum deutsche Arbeit­neh­mer oftmals frustriert sind über ihre Arbeitsbedingungen.

Wichtig ist eine detail­lierte Vorbe­rei­tung eines solchen Schrittes

Bevor man direkt die Koffer packt, sollte man genau abwägen, ob man den Schritt ins Ausland aus wirklich reali­sie­ren kann. Alexan­der Richter (E‑Recruit GmbH Hamburg), Spezia­list für die Vermitt­lung deutscher Arbeit­neh­mer in den Schwei­zer Gesund­heits­sek­tor, rät dem wechsel­wil­li­gen Pflege­per­so­nal, sich zunächst mit dem priva­ten Umfeld detail­liert über eine mögli­che Auswan­de­rung auszu­tau­schen. Oft werden die damit einher­ge­hen­den Konse­quen­zen unter­schätzt. Wichtig ist, so Richter, dass der Entschluss gemein­sam vom Partner und der Familie getra­gen wird. Zu oft habe er erlebt, dass kurzfris­tige Entschlüsse in letzter Sekunde revidiert wurden. Oder das Projekt Ausland nach kurzer Zeit zum Nachteil aller Betei­lig­ten abgebro­chen werden musste.

Es sei zudem ausge­spro­chen wichtig, sich nicht nur über Land und Leute, sondern auch über grund­le­gend wichtige Modali­tä­ten (z.B. Konto­grün­dung, Anmel­dun­gen, Wohnungs­su­che etc.) bestmög­lich zu infor­mie­ren, um bösen Überra­schun­gen vorzubeugen.

Forma­li­tä­ten für den Wechsel in die Schweiz sind recht einfach zu überwinden

Im Großen und Ganzen, so Alexan­der Richter, sei ein Wechsel in die Schweiz für Arbeit­neh­mer aus Mangel­be­ru­fen wie der Medizin und Pflege nicht mit allzu großen Hürden verbun­den. Durch bilate­rale Verträge mit der EU werden deutsche Abschlüsse über das Schwei­zer Rote Kreuz anerkannt. Richter weiß aus Erfah­rung, dass das damit zusam­men­hän­gende Proce­dere dabei reine Formsa­che ist.

Im 2. Teil dieses Artikels berich­ten wir dann über den genauen Ablauf der Stellen­su­che in der Schweiz.