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In vie­len Beru­fen ist die Mobi­li­tät des Arbeit­neh­mers gefragt, sodass das Fah­ren eines Dienst­wa­gens unab­ding­bar wird. Nicht nur für den Arbeit­ge­ber bringt es Vor­tei­le mit sich, wenn die Mit­ar­bei­ter fle­xi­bel und mobil ein­setz­bar sind, son­dern auch für den Arbeit­neh­mer hat das Fah­ren eines Dienst­wa­gens oft viel Gutes an sich. Wer es also leid ist, bei Wind und Wet­ter auf öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel ange­wie­sen zu sein, der wür­de ein Dienst­wa­gen­an­ge­bot wohl kaum aus­schla­gen. Gera­de für Pfle­ge­kräf­te im ambu­lan­ten Dienst gehört das Auto­fah­ren dazu, um von einem Pati­en­ten zum nächs­ten zu kom­men. Aber auch für nicht im ambu­lan­ten Dienst täti­ge Pfle­ge­kräf­te besteht mitt­ler­wei­le das lukra­ti­ve Ange­bot, einen Dienst­wa­gen erhal­ten zu kön­nen. Rich­tig attrak­tiv wird ein Dienst­wa­gen vor allem dann, wenn der Wagen eben­so pri­vat genutzt wer­den kann. Oft­mals wird in der Pfle­ge über einen zu gerin­gen Ver­dienst und zu wenig beruf­li­che Aner­ken­nung geklagt. Nicht immer muss die­ses Defi­zit auf finan­zi­el­le Wei­se, also bei­spiels­wei­se durch ein höhe­res Gehalt, aus­ge­gli­chen wer­den. Auch ein mate­ri­el­ler Bonus, etwa in Form eines Dienst­wa­gens, kann eine Vari­an­te sein, um den Beruf als Pfle­ge­kraft attrak­ti­ver zu machen und um für eine gesun­de des Pfle­ge­per­so­nals zu sorgen.

Die Privatnutzung des Dienstwagens

Ent­schei­det man sich dazu, den Dienst­wa­gen auch pri­vat nut­zen zu wol­len, soll­te man gut über die Finan­zie­rungs­wei­se der Pri­vat­nut­zung infor­miert sein, denn Zusatz­kos­ten blei­ben nicht aus. Sobald näm­lich der Dienst­wa­gen auch außer­be­ruf­lich zum Ein­satz kommt, spricht das Finanz­amt dem Arbeit­neh­mer einen soge­nann­ten geld­wer­ten Vor­teil zu, den er durch die Pri­vat­nut­zung des Autos erhält. Die­ser geld­wer­te Vor­teil muss vom Arbeit­neh­mer ver­steu­ert wer­den, was auf zwei­er­lei Wei­se erfol­gen kann: ent­we­der durch das Füh­ren eines Fahr­ten­bu­ches oder über die 1 %-Rege­lung.

Wer ein Fahr­ten­buch führt, muss sowohl die beruf­lich als auch die pri­vat gefah­re­nen Stre­cken genau doku­men­tie­ren. Die Vari­an­te des Fahr­ten­bu­ches lohnt sich ins­be­son­de­re dann, wenn das Auto außer­halb des Diens­tes nicht beson­ders häu­fig genutzt wird, da nur die tat­säch­lich pri­vat gefah­re­nen Stre­cken ver­steu­ert wer­den müs­sen. Wird der Wagen hin­ge­gen pri­vat sehr häu­fig gebraucht, lohnt sich auch die 1 %-Rege­lung, bei der die auf­wen­di­ge Doku­men­ta­ti­on ent­fällt. Hier­bei wird 1 Pro­zent des Brut­to­lis­ten­prei­ses des Wagens auf das monat­li­che Gehalt auf­ge­schla­gen. Dadurch erhöht sich das Brut­to­ge­halt und damit auch der monat­lich zu ver­steu­ern­de Betrag. Die 1 %-Rege­lung bezieht sich übri­gens immer auf den Lis­ten­preis des Wagens – ganz gleich, ob das Auto vom Arbeit­ge­ber für einen gerin­ge­ren Preis gekauft wur­de oder ob es sich um einen Gebraucht­wa­gen handelt.

Letzt­lich muss jeder für sich abwä­gen, wel­che Vari­an­te die geeig­nets­te ist. Grund­sätz­lich bedeu­tet das Ange­bot eines Dienst­wa­gens aber erst ein­mal einen gro­ßen Bene­fit für den Arbeit­neh­mer und darf als Aner­ken­nung sei­tens des Arbeit­ge­bers ver­stan­den werden.