Heu­te hat die ihre Bei­trags­ord­nung im Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­al­blatt ver­öf­fent­licht und dar­in auch die Rege­lun­gen für den jähr­li­chen Kam­mer­bei­trag fest­ge­legt, der von den Kam­mer­mit­glie­dern zu ent­rich­ten ist. Dem­nach zah­len Pfle­ge­kräf­te der Alten­pfle­ge, Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge sowie Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge, die ihren Beruf in aus­üben, einen Bei­trag von 0,4 Pro­zent ihres Brut­to­jah­res­ein­kom­mens als Kam­mer­bei­trag.

Für Kam­mer­kri­ti­ker ist die Bei­trags­pflicht eines der aus­schlag­ge­ben­den Argu­men­te, eine nicht zu befür­wor­ten. Für Befür­wor­ter hin­ge­gen bedeu­tet die Finan­zie­rung durch die Pfle­ge­kräf­te die Gewähr­leis­tung für die Unab­hän­gig­keit einer , die für die Inter­es­sen der Pfle­gen­den ein­ste­hen soll. Die Bekannt­ga­be des Bei­trags­sat­zes ist in jedem Fall für die Pfle­ge­fach­kräf­te Nie­der­sach­sens von Bedeu­tung.

Lan­ge und kon­tro­vers wur­de die Bei­trags­ord­nung unter den Mit­glie­dern des Errich­tungs­aus­schus­ses dis­ku­tiert und vom Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­um für Sozia­les, Gesund­heit und Gleich­stel­lung im Rah­men der Rechts­auf­sicht geprüft und geneh­migt, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung der Pfle­ge­kam­mer Nie­der­sach­sen. „Das Kam­mer­ge­setz legt fest, dass der Errich­tungs­aus­schuss u. a. die Kam­mer­sat­zung und auch die Bei­trags­ord­nung beschlie­ßen muss“, sagt San­dra Meh­me­cke, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Errich­tungs­aus­schus­ses. Des­sen Arbeit endet mit der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung der Kam­mer­ver­samm­lung am 08.08.2018. „Ein ein­heit­li­cher Pro­zent­satz schafft größt­mög­li­che Trans­pa­renz und Gerech­tig­keit“, sagt Meh­me­cke. Bezie­her von Monats­ein­kom­men von bis zu 450 Euro sind auf Antrag von der Bei­trags­pflicht kom­plett aus­ge­nom­men. Der Höchst­bei­trag liegt bei 280 Euro je Bei­trags­jahr.

120 Euro bei einem Monatsgehalt von 2.500 Euro

Bei einem bei­spiel­haf­ten Jah­res­ge­halt von 30.000 Euro (Monats­ge­halt 2.500 Euro) beträgt der Jah­res­bei­trag 120 Euro. Die tat­säch­li­che Bei­trags­er­mitt­lung erfolgt auf Basis einer Selbst­ein­stu­fung des Mit­glieds in Höhe des zu ver­steu­ern­den Ein­kom­mens aus der Berufs­aus­übung im vor­letz­ten Kalen­der­jahr. Raten­zah­lun­gen sind mög­lich. Erfolgt kei­ne Selbst­ein­stu­fung, wird der Höchst­bei­trag zu Grun­de gelegt. Der Kam­mer­bei­trag ist steu­er­lich absetz­bar. Im Jahr 2018 wird der Bei­trag antei­lig für das hal­be Bei­trags­jahr erho­ben. „Die Geschäfts­stel­le infor­miert die Kam­mer­mit­glie­der recht­zei­tig schrift­lich über die Details der Bei­trags­er­he­bung“, sagt Meh­me­cke.