Pflegekammer
v.l.n.r.: Anja Wieder­mann (Geschäfts­füh­re­rin der Pflege­kam­mer NRW), Ludger Risse (Stellv. Vorsit­zen­der des Errich­tungs­aus­schus­ses), Sandra Postel (Vorsit­zende des Errich­tungs­aus­schus­ses), Minis­ter Karl-Josef Laumann, Gudrun Haase-Kolkow­ski (Vorstands­mit­glied Errich­tungs­aus­schuss), Jens Albrecht (Vorstands­mit­glied Errich­tungs­aus­schuss)Bild: Jochen Rolfes

Nach zweijäh­ri­ger Aufbau­ar­beit markierte das Treffen zugleich die Übergabe an die gewähl­ten Vertre­ter. An dem offizi­el­len Festakt nahmen auch wichtige Wegbe­glei­ter der Errich­tungs­phase sowie zahlrei­che Gäste aus Politik und Gesund­heits­we­sen teil.

Zudem ermög­lichte ein Livestream allen Kammer­mit­glie­dern der Pflege, die Auftakt­ver­an­stal­tung sowie auch die am Nachmit­tag anschlie­ßende Sitzung auf ihren Bildschir­men zu verfolgen.

Karl-Josef Laumann, Minis­ter für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les des Landes Nordrhein-Westfa­len, richtete zu Beginn des Festak­tes ein Grußwort an das Publi­kum, in dem er die Notwen­dig­keit der Pflege­kam­mer bekräftigte:

„Heute ist ein histo­ri­scher Tag für die Pflege in Nordrhein-Westfa­len. Wir haben jetzt eine berufs­stän­di­sche Vertre­tung für die Pflegen­den. Ich freue mich, dass die Pflege nun endlich auf Augen­höhe mit den anderen Profes­sio­nen des Gesund­heits­we­sens steht.

Die Pflege­kräfte sind nun politisch unabhän­gig und haben es selbst in der Hand, die Pflege zu verän­dern. Dies ist eine enorme Chance. Daher danke ich den gewähl­ten Mitglie­dern bereits jetzt für ihren Einsatz.“

Pflege­kam­mer: Starker Zusam­men­halt und neues Selbstbewusstsein

Sandra Postel, Vorsit­zende des Errich­tungs­aus­schus­ses der Pflege­kam­mer Nordrhein-Westfa­len, betonte in ihrer Rede: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem heuti­gen Tag die Kammer­ver­samm­lung offizi­ell an den Start geht. In den vergan­ge­nen zwei Jahren haben wir den Grund­stein für die zukünf­tige Kammer­ar­beit gelegt und wesent­li­che Struk­tu­ren erarbei­tet, die wir jetzt in die Hände der gewähl­ten Vertre­te­rin­nen und Vertre­ter legen.

Die Aufgabe lautet nun, mit einem starken Zusam­men­halt und neuem Selbst­be­wusst­sein die spezi­fi­schen Inter­es­sen der Mitglie­der deutlich und nachdrück­lich in der Öffent­lich­keit und Politik zu vertre­ten. Unsere Pflege­kam­mer ist schon jetzt die größte Heilbe­rufs­kam­mer Deutschlands.

Das ist für die profes­sio­nelle Pflege die Chance, den wachsen­den Heraus­for­de­run­gen mit Gestal­tungs­wil­len und Einfluss­ver­mö­gen zu begeg­nen und im Kräfte­spiel des Gesund­heits­we­sens mitzu­wir­ken. An dieser Stelle danken wir Herrn Minis­ter Laumann für sein Engage­ment. Er hat sich mit Nachdruck für die Pflege­kam­mer und damit für eine starke Stimme der Pflegen­den in NRW eingesetzt.“

Im Anschluss an die Auftakt­ver­an­stal­tung hat die neu gewählte Kammer­ver­samm­lung ihre Arbeit offizi­ell aufgenommen.

Zunächst wird über die Haupt­sat­zung beraten, in der alle wichti­gen Regeln zu Aufbau und Organi­sa­tion fest veran­kert werden. Mit Verab­schie­dung der Haupt­sat­zung kann die Kammer­ver­samm­lung Beschlüsse fassen und die Vorstands­wah­len durchführen.

Die Wahl des Vorstands und des Präsi­di­ums selbst wird dann zu Jahres­be­ginn, Ende Januar 2023, erfolgen.

Quelle: Pflege­kam­mer NRW