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Kammerversammlung der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.
Pflegeberufekammer in Schleswig-Holstein.Marco Di Bella mit Material von Ultraone/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Die Kammerversammlung der Landespflegekammer Schleswig-Holstein steht fest. Bisher hat seit August 2016 der Errichtungsausschuss die Arbeit der Kammer übernommen, für ihre Geschäftsfähigkeit und die Registrierung der Mitglieder gesorgt. Nun wird am 21. April 2018 die gewählte Kammerversammlung ihre Arbeit aufnehmen und den Errichtungssausschuss ablösen. Insgesamt 208 Kandidaten der Pflegefachberufe haben sich in 16 Listen zur Wahl gestellt, aus denen eine 40-köpfige Versammlung zusammengestellt wurde.

Die Kammer wird künftig Aufgaben des Landesrechts übernehmen und Regelungen für alle Pflegefachberufe verfassen, wie beispielsweise Fort- und Weiterbildungsordnungen oder die Berufsordnung. Sie setzt sich für die Interessen der beruflich Pflegenden ein und soll Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Pflege und somit auf für Pflegebedürftige erzielen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kammer Schleswig-Holstein anlässlich der gewählten Kammerversammlung. Die Kammer wird zudem an allen die Pflege betreffenden Gesetzes- und Verordnungsentwürfen des Landes zu beteiligen an allen entsprechenden Gremien stimmberechtigt vertreten sein.

Das zweite Bundesland mit einer Pflegekammer

Der stellvertretende Vorsitzender des Errichtungsausschusses, Frank Vilsmeier, freut sich angesichts der nun zusammengesetzten Kammerversammlung: „Es ist eine vielfältige Zusammensetzung der Berufs- und Arbeitsfelder in die Kammer gewählt worden. Alle Listen sind in der Kammerversammlung vertreten. Mitglieder von Berufsfachverbänden, ungebundene Kolleginnen und Kollegen und auch gewerkschaftlich organisierte Pflegende. Sie verbindet ein gemeinsames Ziel, eine gute Pflege in guten Rahmenbedingungen.“

Nach Rheinland-Pfalz ist Schleswig-Holstein das zweite Bundesland mit einer Pflegekammer. Das Gesetz zur „Errichtung einer Kammer für die Heilberufe in der Pflege“ wurde am 15. Juli 2015 vom Kieler Landtag verabschiedet. In Niedersachsen wird ebenfalls Mitte des Jahres eine Kammer gewählt, die dann ihre Arbeit aufnehmen kann.