Fixierung

Landgericht KölnSturz einer dementen Patientin in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung

Weitergehende Maßnahmen, als die durch den Expertenstandard Sturzprophylaxe vorgegebenen, sind von einer Pflegeeinrichtung nicht zu veranlassen. In diesem Fall, mit dem sich das Landgericht Köln befasste, war bei der hier betroffenen dementen Patientin eine Fixierung oder das Hochstellen der Bettseitenteile ("Bettgitter") kontraindiziert.


Interview mit dem Rechtsdepesche-Herausgeber5 Fragen an Prof. Dr. Volker Großkopf

Was motiviert Sie, Ihr juristisches Wissen weiterzugeben? Bei welchen Themen herrscht oft rechtliche Unklarheit? Und wie sieht die Pflege in Zukunft aus? Zu diesen und weiteren Fragen haben wir den Herausgeber der Rechtsdepesche, Prof. Dr. Volker Großkopf, befragt. Wir werden erfahren, dass dem Rechtsanwalt insbesondere das Thema Patientenschutz am Herzen liegt.



Coronakrise verschärft ProblemGewaltrisiko in der Pflege hat zugenommen

Während der Corona-Pandemie haben die Zahlen der häuslichen Gewalt deutlich zugenommen. Auch die Pflege ist betroffen. Es kommt häufiger zu Gewaltausbrüchen zwischen Pflegepersonal und deren Patienten oder Angehörigen. Grund sei vor allem die zu hohe Arbeitsbelastung, die in Stress und Gewaltbereitschaft umschlägt.




Privatwohnung fällt nicht unter Gesetzesauslegung des BGBFreiheitsentziehende Maßnahmen in den eigenen vier Wänden – Wer zuhause pflegt darf alles?

Fällt ein Pflegeheimbewohner des Öfteren aus dem Bett, so greift die Pflege nicht selten zum Bettgitter. Für diese freiheitsentziehende Maßnahme muss man sich laut BGB eine richterliche Genehmigung einholen. Bei anderen Betroffenen, die sich daheim pflegen lassen, benötigt es diese nicht. Die Gesetzesvorlage beschränkt sich auf institutionelle Einrichtungen. So auch in einem aktuellen Fall: