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Die Deutsche Stiftung Patien­ten­schutz gibt an, dass der Bedarf an Beratung und Hilfe von Pflege­be­dürf­ti­gen und Angehö­ri­gen im vergan­ge­nen Jahr spürbar gestie­gen ist. Insge­samt hat sich die Zahl der erbrach­ten Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen der Stiftung um 13 % gegen­über dem Vorjahr erhöht. So wurde an den drei Stand­or­ten (Berlin, Dortmund, München) 33.000 Mal Unter­stüt­zung im Jahr 2017 geboten.

Patien­ten­schüt­zer empfeh­len eine umfas­sende Beratung

Beson­ders angestie­gen ist die Nachfrage in Bezug auf das Thema Patien­ten­ver­fü­gung und Vollmach­ten. 11.700 Beratun­gen wurden dazu im Jahr 2017 von der Stiftung durch­ge­führt, im Jahr davor lag diese Zahl noch bei 9.100. „Viele sind aber verun­si­chert, was in einer guten Patien­ten­ver­fü­gung stehen muss. Sie suchen daher profes­sio­nelle Unter­stüt­zung“, erklärt Eugen Brysch vom Vorstand. Dies sei aber auch wichtig, da die Dokumente eindeu­tige Formu­lie­run­gen enthal­ten müssen. Daher wird seitens der Patien­ten­schüt­zer von Vordru­cken aus dem Inter­net abgera­ten. „Die Dokumente müssen erklärt und später von allen verstan­den werden. Hierzu ist eine indivi­du­elle Beratung nötig“, sagt Brysch weiter.

Die Ratsu­chen­den hatten neben dem Thema Patien­ten­ver­fü­gung aber auch noch andere Anlie­gen. So sind die Beratun­gen in akuten Krisen ebenfalls um 400 und auf insge­samt 3.600 Fälle angestie­gen. Dabei ging es oftmals um Probleme mit den seit vergan­ge­nem Jahr gelten­den Pflege­gra­den sowie um Fragen zu Pflege­heim­kos­ten oder Ausein­an­der­set­zun­gen mit Kranken­kas­sen, Ärzten oder Pflegeheimen.

Die Stiftung setzt sich für die Belange Schwerst­kran­ker, Pflege­be­dürf­ti­ger und Sterben­der ein und bietet umfas­sende Hilfe­stel­lun­gen für Hilfe­su­chende. Auch ein kosten­lo­ses Patien­ten­schutz­te­le­fon wird zur Verfü­gung gestellt.

Quelle: Deutsche Stiftung Patientenschutz