Kliniken
Auch in 2022 wird es Aus­gleichs­zah­lun­gen für die Kli­ni­ken gebenFoto: Alex­an­der Meyer-Köring

Das Minis­te­ri­um unter­streicht in der Ver­ord­nung, dass alle Kran­ken­häu­ser akut an den Fol­gen der Pan­de­mie lei­den. Etwa durch OP-Ver­schie­bun­gen und Hygie­ne­maß­nah­men – also nicht nur jene, die län­ger lie­gen­de Covid-Pati­en­ten ver­sor­gen. Die Aus­gleichs­zah­lun­gen bezahlt der Bund. In der Ver­ord­nung wird auch fest­ge­schrie­ben, dass Kli­ni­ken ihre Min­der­erlö­se antei­lig in einem Ganz­jah­res­aus­gleich 2022 ver­rech­nen kön­nen. Dar­in wer­den Aus­gleichs­zah­lun­gen wie auch Ver­sor­gungs­auf­schlä­ge verrechnet.

Die Deut­schen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft (DKG) begrüßt die Ent­schei­dung. Der­zeit müss­ten min­des­tens 75 Pro­zent der Kran­ken­häu­ser mit Inten­siv­sta­ti­on ihre Regel­ver­sor­gung ein­schrän­ken. Kri­tisch bleibt aus Sicht der DKG, dass nur soma­ti­sche Kli­ni­ken in den Aus­gleich ein­be­zo­gen wer­den wür­den. Es sei eine Fehl­ein­schät­zung, dass Psych­ia­trien und ande­re Fach­kli­ni­ken nicht von der Pan­de­mie betrof­fen sei­en. Doch auch die­se Häu­ser wür­den deut­li­che Fall- und Erlös­rück­gän­ge verzeichnen.

Belastung in den Kliniken immens

„Wir haben schon im Rah­men der jüngs­ten Gesetz­ge­bung an die Poli­tik appel­liert, dass die Aus­gleichs­zah­lun­gen über das Jah­res­en­de fort­ge­setzt wer­den müs­sen“, erklärt der Vor­stands­vor­sit­zen­de der DKG, Dr. Gerald Gaß. „Die Belas­tungs­si­tua­ti­on in den Kli­ni­ken ist immens, und mit Omi­kron wird sie sicher wei­ter anhal­ten und sich vor­aus­sicht­lich noch ver­schär­fen. Wir ver­sor­gen noch immer mit knapp 5000 Covid-Inten­siv­pa­ti­en­ten bei­na­he die Höchst­zahl aus der ver­hee­ren­den Win­ter­wel­le von 2020/2021.

Min­des­tens 75 Pro­zent der Kran­ken­häu­ser mit Inten­siv­sta­ti­on müs­sen aktu­ell ihre Regel­ver­sor­gung bereits ein­schrän­ken. Von daher ist es rich­tig, dass das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um jetzt per Rechts­ver­ord­nung kurz­fris­tig gere­gelt hat, dass die Aus­gleich­zah­lun­gen bis in den März 2022 wei­ter­lau­fen werden.“