Die kürz­lich bekannt gewor­de­ne Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung für Pfle­ge­be­ru­fe ist bereits auf mas­si­ve Kri­tik gesto­ßen. Knack­punkt: Das Niveau der Alten­pfle­ge­aus­bil­dung soll erheb­lich abge­senkt wer­den, anders als es einst im Refe­ren­ten­ent­wurf noch vor­ge­se­hen war.

Um zu ver­hin­dern, dass die zu einem „Aus­bil­dungs­be­ruf zwei­er Klas­se“ wird, hat die Frak­ti­on Die Grü­nen einen Ände­rungs­an­trag an die Regie­rung gestellt. Wie aus einer ges­tern ver­öf­fent­lich­ten Mel­dung der pfle­ge­po­li­ti­schen Spre­che­rin der Grü­nen, Kor­du­la Schulz-Asche, her­vor­geht, ist die­ser offen­bar abge­lehnt wor­den.

Laut Schulz-Asche sei­en die gemach­ten Ände­run­gen in der Ver­ord­nung gegen­über dem ursprüng­li­chen Refe­ren­ten­ent­wurf „fatal“, da das Kom­pe­tenz­ni­veau deut­lich abge­senkt und die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten für Alten­pfle­ger erheb­lich ein­ge­schränkt wor­den sei­en – und das obwohl vor dem Hin­ter­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels zukünf­tig mehr Men­schen für die­sen anspruchs­vol­ler wer­den­den Beruf moti­viert wer­den müss­ten.

Die Aus­füh­run­gen im Ände­rungs­an­trag bezie­hen sich im Spe­zi­el­len auf die Anla­ge 4 der Ver­ord­nung, in der die Kom­pe­tenz­an­for­de­run­gen für die staat­li­che Prü­fung nach § 28 zur Alten­pfle­ge­rin oder zum Alten­pfle­ger gere­gelt sind. Der voll­stän­di­ge Ände­rungs­an­trag kann hier ein­ge­se­hen wer­den.

Heu­te um 17:45 wird die vor­ge­leg­te Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung abschlie­ßend im Ple­num bera­ten, die Sit­zung kann live mit­ver­folgt wer­den.