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Laut AG BeKo ist durch das Antikor­rup­ti­ons­ge­setz eine große Rechts­un­si­cher­heit in der Honorie­rung der Koope­ra­ti­ons­ärzte entstan­den. Bishe­rige Stellung­nah­men von Juris­ten sprechen von einer nachvoll­zieh­ba­ren und angemes­se­nen Vergü­tung. „Proble­ma­tisch ist, dass nicht definiert wird, was angemes­sen und nachvoll­zieh­bar ist. Wir bewegen uns damit in einer Grauzone, die durch­aus existenz­ge­fähr­dend sein kann“, erklärt Dirk Farghal, Leiter der AG BeKo im Berufs­ver­band der Deutschen Chirur­gen e.V. (BDC). „Es wird zwar empfoh­len, die Verträge den Ärzte­kam­mern zur Prüfung offen zu legen, um somit gegebe­nen­falls den Vorwurf des Vorsat­zes zu umgehen. Bisher äußern sich die Ärzte­kam­mern aller­dings nicht zu diesem Vorge­hen“, so Farghal weiter.

Politi­sche Rahmen­be­din­gun­gen erschwe­ren das Beleg-und Kooperationsarztwesen

Beleg- und Koope­ra­ti­ons­ärzte sind fester Bestand­teil der Versor­gungs­land­schaft in Deutsch­land. Dieses flexi­ble Arbeits­mo­dell, nicht ausschließ­lich in Klini­ken zu arbei­ten, ist beson­ders für den chirur­gi­schen Nachwuchs inter­es­sant. Aller­dings wird die Arbeit von Beleg- und Koope­ra­ti­ons­ärz­ten durch politi­sche Rahmen­be­din­gun­gen immer schwie­ri­ger. „Das Vertrags­arzt­rechts­än­de­rungs­ge­setz von 2007 sollte eine engere Verflech­tung zwischen nieder­ge­las­se­nen Chirur­gen und Klini­ken unter­stüt­zen. Durch das Antikor­rup­ti­ons­ge­setz sind hier sehr viele recht­li­che Unsicher­hei­ten entstan­den“, kriti­siert Farghal.

Auch die Privat­li­qui­da­tion, die nach der aktuel­len Bundes­so­zi­al­ge­richt-Recht­spre­chung in vielen Koope­ra­ti­ons­mo­del­len nicht mehr möglich ist, stellt laut Arbeits­ge­mein­schaft ein weite­res Problem dar „Da der Status als liqui­da­ti­ons­be­rech­tig­ter leiten­der Arzt angezwei­felt wird, werden auch viele Anstel­lungs­ver­träge als proble­ma­tisch einge­stuft. Als Lösung sehen wir die Stärkung des Beleg­arzt­we­sens. Das Koope­ra­ti­ons­arzt­sys­tem ist schließ­lich unter anderem wegen der schlech­ten Honorie­rung des Beleg­arzt­we­sens entstan­den“, erklärt der Leiter der neuen Arbeits­ge­mein­schaft im BDC.

Quelle: presseportal.de