Die Zahl der Behandlungsfehler in 2015 ist gegenüber zum Vorjahr zurückgegangen.
Die Zahl der in 2015 ist gegen­über zum Vor­jahr zurück­ge­gan­gen.skeeze/Pixabay.com [CC0 1.0]

Anzahl der im Vergleich zum Vorjahr geringer

Die Zahl der Behand­lungs­feh­ler im Jahr 2015 mit ins­ge­samt 2.132 Fäl­len ist im Ver­gleich zum Vor­jahr rück­läu­fig (2.252 Fäl­le). Bei rund 83 Pro­zent aller Fäl­le (1.774) wur­de der Behand­lungs­feh­ler als Ursa­che für einen gesund­heit­li­chen Scha­den bewer­tet. Die­ser war in den meis­ten Fäl­len von vor­über­ge­hen­der Dau­er und leich­ten bis mitt­le­ren Gra­des (778 Fäl­le), gefolgt von 500 Fäl­len, in denen ein dau­er­haf­ter Scha­den leich­ten bis mitt­le­ren Scha­dens davon getra­gen wur­de. Die Zahl der Behand­lungs­feh­ler mit töd­li­cher Fol­ge ist mit 96 Pati­en­ten gegen­über 73 zum Vor­jahr ange­stie­gen.

Die häu­figs­ten Dia­gno­sen, in denen ein Feh­ler unter­lau­fen ist, sind Knie- und Hüft­ge­len­kar­thro­sen in ins­ge­samt 570 Fäl­len, gefolgt von Unter­schen­kel- und Sprung­ge­lenk­frak­tu­ren. Die wenigs­ten Dia­gno­sen gab es im Bereich der Schul­ter- und Ober­arm­frak­tur und des Knie­bin­nen­scha­dens.

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Die meis­ten Anträ­ge des Behand­lungs­feh­ler­vor­wur­fes rich­te­ten sich gegen den Kran­ken­haus­be­reich mit 6.087 Antrags­geg­nern gegen­über 2.116 im nie­der­ge­las­se­nen Bereich.

Die Zah­len wur­den auf der Stän­di­gen Kon­fe­renz der Gut­ach­ter­kom­mis­sio­nen und Schlich­tungs­stel­len der Bun­des­ärz­te­kam­mer ver­öf­fent­licht. Dr. Andre­as Cru­si­us, Vor­sit­zen­der der Kon­fe­renz, beton­te, dass die Ursa­chen für Behand­lungs­feh­ler kom­plex und vor allem auf den wach­sen­den Behand­lungs­druck in Kli­ni­ken und Pra­xen zurück­zu­füh­ren sei­en. Ein Videobei­trag mit Dr.Andreas Cru­si­us lie­fert wei­te­re Infor­ma­tio­nen.