Ein Behandlungsfehler stellt für alle Beteiligten eine schwierige Situation dar
Dem Vor­wurf, einen ver­übt zu haben, soll­te in rich­ti­ger Wei­se begeg­net wer­den.Katar­zy­na Bialasiewicz/Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Rechts­an­wäl­tin Ute Ulsper­ger, Lei­te­rin Heil­we­sen-Haft­pflicht-Scha­den der HDI Ver­si­che­rung AG, hat nach­fol­gend eini­ge Hin­wei­se für Ärz­te zusam­men­ge­stellt, wie sie sich im Fal­le des Vor­wurfs eines am bes­ten ver­hal­ten:

Was ist zu tun, wenn eine unerwünschte Behandlungsfolge eintritt?

Ver­trau­en ist die Grund­la­ge für ein posi­ti­ves Arzt-Pati­en­ten-Ver­hält­nis. Des­halb soll­te der Pati­ent in die Behand­lung ein­be­zo­gen, d.h., die Behand­lung, aber auch deren Ergeb­nis­se mit ihm erör­tert wer­den. Dies gilt ins­be­son­de­re auch dann, wenn eine uner­wünsch­te Behand­lungs­fol­ge ein­tritt. Aus dem Behand­lungs­ver­hält­nis schul­den Sie dem Pati­en­ten eine stan­dard­ge­mä­ße Behand­lung, nicht aber einen Behand­lungs­er­folg. Der Ein­tritt einer uner­wünsch­ten Behand­lungs­fol­ge zieht nicht grund­sätz­lich eine Haf­tung nach sich.

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In Zwei­fels­fäl­len soll­ten Sie sich mit den Juris­ten unse­rer Scha­den­ab­tei­lung bera­ten und abstim­men und nicht vor­ei­lig gegen Sie erho­be­ne Scha­den­er­satz­an­sprü­che aner­ken­nen.

Was ist zu tun, wenn sich ein Patient, dessen Anwalt oder eine Krankenkasse mit Ansprüchen an Sie wendet?

  • Infor­mie­ren Sie uns umge­hend. Zögern Sie nicht, auch wenn es eine rein vor­sorg­li­che Mel­dung ist.
  • Sen­den Sie uns ggf. eine aus­führ­li­che Stel­lung­nah­me zu dem erho­be­nen Behand­lungs­feh­ler­vor­wurf sowie sämt­li­che rele­van­ten Pati­en­ten­un­ter­la­gen in Kopie.
  • Den­ken Sie auch an die Schwei­ge­pflich­t­ent­bin­dungs­er­klä­rung. Wenn Sie auf­ge­for­dert wer­den, Behand­lungs­un­ter­la­gen her­aus­zu­ge­ben, sind Sie ver­pflich­tet, die­se gegen Erstat­tung der Kopier­kos­ten zur Ver­fü­gung zu stel­len. Sofern Drit­te die Kran­ken­do­ku­men­ta­ti­on anfor­dern, muss jedoch der Pati­ent zuvor eine Schwei­ge­pflich­t­ent­bin­dung oder aber eine ent­spre­chen­de Voll­macht erklärt haben. Die­se soll­ten aus Beweis­grün­den in schrift­li­cher Form vor­lie­gen. Ori­gi­na­le wie auch bild­ge­ben­des Befund­ma­te­ri­al soll­ten Sie grund­sätz­lich in Ihrem Besitz hal­ten und aus­schließ­lich in Kopie wei­ter­lei­ten.
  • Erken­nen Sie kei­ne Scha­den­er­satz­an­sprü­che an. Die Bewer­tung der schwie­ri­gen Haf­tungs­si­tua­ti­on gehört in fach­kom­pe­ten­te Hän­de und soll­te detail­liert geprüft wer­den. Die Scha­den­be­ar­bei­tung in unse­rem Hau­se erfolgt durch qua­li­fi­zier­te Juris­ten unter Hin­zu­zie­hung ver­sier­ter medi­zi­ni­scher Gut­ach­ter.

Was ist zu tun, wenn die Schlichtungsstelle auf Sie zukommt?

  • Infor­mie­ren Sie uns umge­hend.
  • Geben Sie der Schlich­tungs­stel­le oder der Gut­ach­ter­kom­mis­si­on kei­ne Stel­lung­nah­me ohne Rück­spra­che mit uns.
  • Sagen Sie kei­ne Kos­ten­über­nah­me zu, ohne die­se mit uns abge­stimmt zu haben.

Was ist zu tun, wenn Ihnen gerichtlicher Schriftverkehr (z.B. Klageschrift, Beweissicherungs- oder Prozesskostenhilfeantrag) zugestellt wird?

  • Infor­mie­ren Sie uns umge­hend und lei­ten Sie uns alle Ihnen zu die­sem Vor­gang vor­lie­gen­den Unter­la­gen zu.
  • Ver­pflich­ten Sie kei­nes­falls ohne Rück­spra­che mit uns einen Rechts­an­walt. Wir wer­den für Sie alle erfor­der­li­chen Schrit­te in die Wege lei­ten. In Fäl­len unver­meid­li­cher gericht­li­cher Aus­ein­an­der­set­zun­gen arbei­ten wir seit Jah­ren erfolg­reich mit aus­ge­such­ten auf das Medi­zin­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­wäl­ten zusam­men. Hier­durch wird eine best­mög­li­che Ver­tre­tung Ihrer Inter­es­sen gewähr­leis­tet.

Zu Ihrer Sicher­heit und um Ihren Ver­si­che­rungs­schutz nicht zu gefähr­den, bit­ten wir um Beach­tung der vor­ge­nann­ten Hin­wei­se. Bit­te beden­ken Sie auch, dass die Abwehr unbe­rech­tig­ter Ansprü­che zu den Leis­tun­gen Ihres Ver­si­che­rungs­ver­trags bei HDI gehört. Mit Ihrer Hil­fe, Mit­ar­beit und recht­zei­ti­ger Infor­ma­ti­on sichern Sie sich die best­mög­li­che Beglei­tung in einem Scha­den­fall.