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Wie wirkt sich die Coro­na-Kri­se auf die Aus­übung heil­kund­li­cher Tätig­kei­ten aus? Dar­über sprach Prof. Dr. Vol­ker Groß­kopf per Video­kon­fe­renz mit Dr. Jan Basche, Inha­ber meh­re­rer ambu­lan­ter Pfle­ge­diens­te in Ber­lin.

Unter dem Ein­druck der haben Uni­on und SPD im Bun­des­tag am 24. März einen gemein­sa­men Ent­wurf für ein „Gesetz zum Schutz der Bevöl­ke­rung bei einer epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Trag­wei­te“ for­mu­liert. Bun­des­tag und Bun­des­rat haben dem Geset­zes­ent­wurf in Rekord­zeit zuge­stimmt. Inter­es­sant hier­in ist beson­ders der neu ein­ge­füg­te § 5a im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz: Die­ser ermög­licht es Alten­pfle­gern, Kran­ken- und Kin­der­kran­ken­pfle­gern, Not­fall­sa­ni­tä­tern und Pfle­ge­fach­leu­ten, wäh­rend einer „epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Trag­wei­te“ – wie sie momen­tan exis­tiert – eigen­ver­ant­wort­lich heil­kund­li­che Tätig­kei­ten zu über­neh­men, „wenn die Per­son auf der Grund­la­ge der in der jewei­li­gen Aus­bil­dung erwor­be­nen und ihrer per­sön­li­chen Fähig­kei­ten in der Lage ist, die jeweils erfor­der­li­che Maß­nah­me eigen­ver­ant­wort­lich durch­zu­füh­ren“, wie es im Ent­wurfstext heißt. Das bedeu­tet: Der Gesetz­ge­ber macht, ange­sichts der aktu­el­len Not­si­tua­ti­on, eine Aus­nah­me von dem ansons­ten gel­ten­den für heil­kund­li­che Tätig­kei­ten.

„Hier wer­den fünf Berufs­grup­pen auf­ge­führt, die alle­samt heil­kund­li­che Tätig­kei­ten über­neh­men kön­nen. Die Aus­bil­dung ist bereits die for­mel­le hier­für“, merkt Dr. Groß­kopf an. Doch was ist mit der mate­ri­el­len – also durch hin­rei­chen­de Erfah­rung die Tätig­kei­ten auch tat­säch­lich in der Pra­xis zu beherr­schen?

„Das Gesetz bedeu­tet für mich eine logi­sche Wei­ter­ent­wick­lung des­sen, was die gan­ze Zeit schon statt­fin­det“, erläu­tert Pfle­ge­ex­per­te Dr. Basche. „Wir erle­ben schon sehr lan­ge, dass wir uns ver­traut machen müs­sen mit einer Situa­ti­on, dass es nicht nur zu weni­ge Pfle­ge­fach­kräf­te, son­dern auch zu weni­ge Ärz­te gibt.“ Es bedür­fe erst einer Pan­de­mie, um zu erken­nen, dass Pfle­ge­kräf­te viel­leicht doch mehr kön­nen, als ihnen bis­her zuge­stan­den wur­de, kri­ti­siert er. Das sei recht trau­rig, aber wir­ke sich hof­fent­lich in zukünf­ti­gen Debat­ten über die von Pfle­ge­kräf­ten posi­tiv aus.