Erst kürz­lich stell­te das Land Schles­wig-Hol­stein einen Geset­zes­an­trag bei dem Deut­schen Bun­des­rat, in dem die Aus­wei­tung der Öff­nungs­zei­ten von Por­tal­pra­xen zur Ent­las­tung der Not­fall­am­bu­lan­zen gefor­dert wird. Der Ver­band der Ersatz­kas­sen e.V. (vdek) hat dazu Stel­lung genom­men und beton­te, dass der Ver­band das Vor­ha­ben Schles­wig-Hol­steins begrüßt. „Die Initia­ti­ve ist ein wich­ti­ger Schritt, um das Pro­blem der über­füll­ten Not­auf­nah­men in Kran­ken­häu­sern anzu­ge­hen und greift zen­tra­le For­de­run­gen der Ersatz­kas­sen zur Reform der auf. Die vor­ge­schla­ge­nen Geset­zes­än­de­run­gen kön­nen dazu bei­tra­gen, dass War­te­zei­ten in den Not­auf­nah­men der Klin­ken ver­kürzt und Kapa­zi­tä­ten für wirk­li­che Not­fäl­le frei wer­den. Zudem wird das Kli­nik­per­so­nal ent­las­tet“, so Ulri­ke Els­ner, Vor­stands­vor­sit­zen­de des vdek anläss­lich der ers­ten Lesung des Antrags im Bun­des­rat.

Zusammenlegung des Rettungs- und Bereitschaftsdienstes

Bereits im Jahr 2016 hat­te der Ver­band die bun­des­wei­te Ein­füh­rung von Por­tal­pra­xen an Kran­ken­häu­sern, die auch an der sta­tio­nä­ren teil­ha­ben, gefor­dert. Els­ner beton­te daher noch­mals: „Wir brau­chen bun­des­ein­heit­li­che, trans­pa­ren­te und für die Ver­si­cher­ten ver­läss­li­che ambu­lan­te Not­fall­struk­tu­ren. Dazu gehört auch, dass die Leit­stel­len des Ret­tungs­diens­tes und des ärzt­li­chen Bereit­schafts­diens­tes (116 117) zusam­men­ge­legt wer­den. Ret­tungs- und Bereit­schafts­dienst soll­ten zur Zusam­men­ar­beit gesetz­lich ver­pflich­tet wer­den.“

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Aus­drück­lich appel­lier­te die vdek-Vor­sit­zen­de an die Län­der­kam­mer sowie die Bun­des­re­gie­rung, dem Antrag Schles­wig-Hol­steins zu fol­gen und das Gesetz auf den Weg zu brin­gen.