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Notaufnahmen sind zunehmend überlastet, so wird es immer wieder beklagt. Patienten kommen in die Notfallambulanz, obwohl sie eigentlich keinen echten Bedarf an notfallmedizinischer Versorgung haben und bei einem niedergelassenen Hausarzt oder Facharzt bestens aufgehoben wären.

Portalpraxen als erste Anlaufstelle

Schleswig-Holstein möchte seine Notfallambulanzen nun entlasten. Dazu hat das Land einen Gesetzesantrag bei dem Deutschen Bundesrat vorgestellt, dem zufolge die zeitliche Begrenzung der Portalpraxen aufgehoben werden soll. Auf diese Weise sollen sie die Ambulanzen an allen Tagen und rund um die Uhr entlasten können, indem sie als erste Anlauf- und Verteilstelle für Patienten dienen. Dort kann die Einschätzung des Versorgungsbedarfes der Patienten dann bereits vorgenommen werden, sodass nur noch die tatsächlichen Notfälle in die Ambulanz gelangen.

Bisher dürfen Portalpraxen nur außerhalb der Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte geöffnet haben, also ausschließlich zu Notfalldienstzeiten. Der Antrag Schleswig-Holsteins wurde zur weiteren Erörterung an die Fachausschüsse weitergeleitet.