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Vergleich der Entgelte in der Pflegebranche.
Vergleich der Entgelte von Altenpflege- und Krankenpflegekräfte.moerschy/Pixabay.com [CC0 1.0]

Zwar sind die Löhne zwischen 2012 und 2016 insgesamt angestiegen (um 8,6 Prozent), doch nach wie vor werden zu niedrige Entgelte gerade in der Altenpflege bemängelt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat die Entgelte der Vollzeitbeschäftigten in den verschiedenen Pflegeberufen verglichen. Dabei zeigen sich nicht nur konstant gebliebene Lohngefälle zwischen Kranken- und Altenpflege, sondern auch regionale Unterschiede.

Das durchschnittliche Monatsgehalt einer Krankenpflegefachkraft beläuft sich auf 3.239 Euro, exklusive der Zuschläge durch Nachtschichten oder Schichten auf der Intensivstation. Die Vergleichszahl für Fachkräfte in der Altenpflege liegt hingegen bei 2.621 Euro und liegt damit 16 Prozent unter dem allgemeinen Durchschnitt aller Beschäftigten im Pflegebereich (3.133 Euro). Helfer in der Altenpflege verdienen mit durchschnittlich 1.870 Euro ebenfalls deutlich weniger als Helfer in der Krankenpflege mit 2.478 Euro, die Differenz liegt bei gut 600 Euro. Insgesamt sind die Löhne prozentual ähnlich stark angehoben worden, sodass das Lohngefälle zwischen Kranken- und Altenpflege nahezu konstant geblieben ist.

Geringere Entgelte in Ostdeutschland

Regional zeichnen sich ebenso Differenzen zwischen Osten und Westen ab. So verdienen Beschäftigte in Westdeutschland etwa 23 Prozent mehr im Durchschnitt als in Ostdeutschland, ähnliche Zahlen gelten auch für die Pflegeberufe. Während beispielsweise Altenpflegefachkräfte im Schnitt 2.737 Euro in Westdeutschland verdienen (Helfer: 1.957 Euro), so erhalten sie in Ostdeutschland nur 2.211 Euro (Helfer: 1.662 Euro). Auch zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es Unterschiede, allerdings müssen die ebenso differenten Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Beispielsweise reicht die Spannweite bei Fachkräften in der Altenpflege von durchschnittlich 1.985 Euro in Sachsen-Anhalt bis 2.937 Euro in Baden-Württemberg.

Für die Analyse wurden die Bruttoentgelte von über 415.000 Fachkräften und mehr als 111.000 Helfern, die als Vollzeitbeschäftigte in einem Pflegeberuf tätig sind, ausgewertet. Das IAB zieht das Fazit, dass gerade im Bereich der Altenpflege noch Verbesserungsbedarf bezüglich der Entgelte besteht, um das Lohngefälle zwischen den Pflegeberufen auszugleichen.