Der 11. Interdisziplinäre WundCongress (IWC) in den Kölner Sartory-Sälen.
Der 11. Inter­dis­zi­pli­näre WundCon­gress (IWC) in den Kölner Sartory-Sälen.Bild: Stefan Kuhn

Für viele medizi­ni­sche und pflege­ri­sche Wundfach­ex­per­ten stellt der jeweils letzte Donners­tag im Novem­ber bereits seit Jahren ein fester Termin im alljähr­li­chen Fortbil­dungs­ka­len­der dar: Denn an diesem Tag bezieht der Inter­dis­zi­pli­näre WundCon­gress (IWC) Platz in den Kölner Sartory-Sälen und öffnet für rund 1.000 Teilneh­me­rin­nen und Teilneh­mer aus dem ganzen Bundes­ge­biet seine Pforten.

Auch in diesem Jahr hat der Veran­stal­ter – das in Köln ansäs­sige Fortbil­dungs­in­sti­tut PWG-Seminare – hierzu­wie­der ein reich­hal­ti­ges Programm geschnürt: Neben den Vorträ­gen im eigent­li­chen Haupt­pro­gramm, für das einige bekannte Referen­ten und Referen­tin­nen, wie zum Beispiel Frau Kerstin Protz von der Unikli­nik Hamburg-Eppen­dorf, gewon­nen werden konnten und der beglei­ten­den Fachmesse, die sich über zwei Ebenen erstreckte und an der sich über 50 Unter­neh­men betei­lig­ten, hatten die Kongress­be­su­cher auch die Möglich­keit an verschie­de­nen, paral­lel verlau­fen­den Satel­li­ten­sym­po­sien und Workshops teilzunehmen.

Wundver­sor­gung 4.0 – die Zukunft beginnt heute

Das Haupt­pro­gramm des IWC, das in diesem Jahr unter dem Motto „Wundver­sor­gung 4.0 – die Zukunft beginnt heute“ stand, wurde von PD Dr. Gunnar Riepe, Facharzt für Chirur­gie und Gefäß­chir­ur­gie aus Boppard und Chefarzt am Gemein­schafts­kli­ni­kum Mittel­rhein, eröff­net. In seinem Vortrag nahm Dr. Riepe die Teilneh­me­rin­nen und Teilneh­mer wieder „back to the roots“ und zeigte auf, wie altbe­kannte Techni­ken und fast verges­sene Mittel (Stich­wort: Zinkleim­ver­band) eine Renais­sance erfah­ren können.

Fundierte Studi­en­da­ten – flott und praktisch präsen­tiert – bestimm­ten die nächs­ten Beiträge, gehal­ten von Kerstin Protz (Hamburg) und Prof. Dr. Joachim Disse­mond (Essen). Ihnen folgte am Nachmit­tag Dr. Sigrund Dieberg und Dr. Kerstin Garbrock, beides Fachärz­tin­nen im Dienste des MDK Nordrhein, die in ihrem gemein­sam gehal­te­nen Vortrag versuch­ten, mit einigen Missver­ständ­nis­sen aufzu­räu­men. In der anschlie­ßen­den Diskus­sion konnten die Teilneh­me­rin­nen und Teilneh­mer ihre eigenen Erfah­run­gen mit der Prüfbe­hörde und den Kassen dagegen­hal­ten. Der nächste Redebei­trag wurde von Jörg Schmeng­ler (BGW, Bezirks­stelle Delmen­horst) gehal­ten, der über den Arbeits­schutz referierte. 

Der letzte Beitrag im Haupt­pro­gramm gehörte Inga Hoffmann-Tisch­ner und Nadja Schol­lmeier. Zunächst nahm Frau Hoffmann-Tisch­ner die Teilneh­me­rin­nen und Teilneh­mer mit auf eine typische Tour ihres ambulan­ten Pflege­diens­tes und erläu­terte dabei anschau­lich die Probleme der häusli­chen Wundver­sor­gung, um dann auf Frau Schol­lmeier überzu­lei­ten, die in Form einer künst­le­ri­schen Darbie­tung die Sicht der Patien­ten darbot.

Zahlrei­che Zusatz­pro­gramme beglei­te­ten den Kongress

Nicht weniger spannend verhielt es sich in den Satel­li­ten­sym­po­sien, die entwe­der ein einzel­nes Thema behan­del­ten, wie zum Beispiel die Anwen­dung von Silber in der Wundver­sor­gung oder die Präven­tion von Nadel­stich­ver­let­zun­gen, oder gleich mehrere Frage­stel­lun­gen anspra­chen. Auch hierfür konnten wieder namhafte Referen­tin­nen und Referen­ten gewon­nen werden, wie zum Beispiel Dr. Alexan­der Risse (Dortmund), Werner Sellmer (Hamburg), Dr. Karl-Chris­tian Münter (Hamburg), Björn Jäger (Lingen) oder Anita Mysor (Strae­len).

Neben diesen Satel­li­ten­sym­po­sien, die unter der Schirm­herr­schaft der Unter­neh­men L+F Medizin­pro­dukte, Lohmann & Rauscher, Conva­Tec sowie der BGW standen, fanden zudem zwei Insel­work­shops von Urgo bezie­hungs­weise dem Wundzen­trum Langen­sel­bold und dem Wundver­sor­gungs­zen­trum Mittel­hes­sen statt, in denen an verschie­de­nen Statio­nen der Umgang mit neuen Produk­ten einge­übt werden konnte.

https://www.facebook.com/interdisziplinaererwundcongress/videos/354595978451057/

IWC 2019 – Save the date

Der Inter­dis­zi­pli­näre WundCon­gress (IWC) hat also wieder einmal viel zu bieten gehabt. Der Termin für den nächs­ten Kongress steht bereits fest: Im kommen­den wird der IWC am Donners­tag, den 28.11.2019 statt­fin­den. Weitere Infor­ma­tio­nen hierzu gibt es unter: www.wundcongress.de