Juchli
Liliane Juchli, Schwei­zer Kranken­schwes­ter und Ordens­schwes­ter der Barmher­zi­gen Schwes­tern vom heili­gen Kreuz, verstarb im Jahr 2020 an Covid-19.Bild: Liliane Juchli

Bereits am 1. Dezem­ber 2022 hat sich die Liliane-Juchli-Gesell­schaft Deutsch­land in Berlin gegründet.

Die Ehren­prä­si­dent­schaft überneh­men Siegfried Huhn (Träger des Bundes­ver­dienst­kreu­zes) sowie Manfred Richter (ehema­li­ges Mitglied des Vorstan­des der Viactiv-Krankenkasse).

Als Präsi­dent fungiert Jens Frieß (ehema­li­ger Präsi­dent des Bundes­wett­be­werbs Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege/Deutsche Meister­schaft der Pflege und der Natio­nal­mann­schaft Pflege Deutsch­land e.V.).

Ziel der frisch gegrün­de­ten Gesell­schaft ist es, das Ansehen von Liliane Juchli in der Pflege Deutsch­lands zu bewahren.

Liliane Juchli war eine Schwei­zer Ordens­schwes­ter, die als eine der heraus­ra­gends­ten Persön­lich­kei­ten für die Pflege gilt.

Mit ihren Lehrtä­tig­kei­ten hat sie maßgeb­lich zur Weiter­ent­wick­lung der Pflege beigetragen.

Ihre Ausbil­dung hat Juchli in den 1950er Jahren absol­viert, um dann später ihr Talent zu entde­cken, andere zu lehren und ihnen Zusam­men­hänge didak­tisch näherzubringen.

Daher folgte noch eine Ausbil­dung zur Schul­schwes­ter sowie eine Anstel­lung als Lehre­rin für Kranken­pflege am Theodosia­num in St. Gallen.

Berühmt ist die Pflege­pio­nie­rin vor allem aufgrund ihres Pflege­buchs „Allge­meine und spezi­elle Kranken­pflege: Praxis und Theorie“.

Es galt als Standard­werk in der Pflege und ist auch bekannt als „der Juchli“. Vor über 40 Jahren ist das Pflege­buch erstmals erschienen.

Juchli: Pflege soll auf ganzheit­li­chem Denken beruhen

Bereits in den 1970er Jahren hatte sie ihre Sicht­weise auf die Pflege verän­dert – seither war sie der Ansicht, Pflege solle auf einem ganzheit­li­chen Denken und Handeln beruhen.

Damit setzte sie einen ihrer wichtigs­ten Impulse für die Pflege. Vor allem in der vierten Auflage ihres Pflege­buchs spiegelt sich das Konzept des ganzheit­li­chen Menschen­bil­des wider.

Darin werden die bekann­ten Aktivi­tä­ten des Lebens (ATL) beschrieben.

Seit den 1980er Jahren bis zuletzt war die Pflegei­kone weltweit unter­wegs, um Kongresse zu besuchen und ihr Wissen an Schulen und in Semina­ren weiterzugeben.

Von ihrem Orden war sie für diesen Zweck freige­stellt worden.