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Mordanklage
Mit einem Mes­ser soll die Pfle­ge­hel­fe­rin getö­tet haben

Die Ange­schul­dig­te sei hin­rei­chend ver­däch­tig, am 28. April 2021 fünf schutz­lo­se Bewoh­ner der Ein­rich­tung in einer Tötungs­ab­sicht ange­grif­fen zu haben, teil­te die Behör­de in Pots­dam mit. Der Frau wer­de zur Last gelegt, vier Men­schen mit Behin­de­run­gen heim­tü­ckisch getö­tet zu haben, nach­dem sie dies zunächst in zwei Fäl­len ver­geb­lich ver­sucht hat­te. Im Anschluss dar­an griff sie eine wei­te­re Bewoh­ne­rin, die den Angriff schwer ver­letzt über­leb­te, mit einem Mes­ser an.

Mordanklage: die Angeklagte ist vermutlich vermindert schuldfähig

Wei­ter heisst es: die Staats­an­walt­schaft sei der vor­läu­fi­gen Ein­schät­zung der Sach­ver­stän­di­gen gefolgt. Danach habe die Pfle­ge­hel­fe­rin die Taten im Zustand erheb­lich ver­min­der­ter Schuld­fä­hig­keit begangen.

Von einer ver­min­der­ten Schuld­fä­hig­keit spre­chen Juris­ten, wenn die Fähig­keit des Täters oder der Täte­rin, das Unrecht ein­zu­se­hen oder nach die­ser Ein­sicht zu han­deln, erheb­lich ver­rin­gert ist. Bei­spie­le: eine krank­haf­te see­li­sche Stö­rung oder eine tief­grei­fen­de Bewusstseinsstörung.

Ende April waren in dem Wohn­heim der dia­ko­ni­schen Ein­rich­tung Ober­lin­haus vier Men­schen getö­tet und eine Bewoh­ne­rin schwer ver­letzt wor­den. Tat­ver­däch­tig ist die Pfle­ge­kraft, die seit vie­len Jah­ren dort arbei­tet. Sie ist zur Zeit in einer psych­ia­tri­schen Kli­nik unter­ge­bracht. Die bru­ta­le Tat, die jetzt zur Mord­an­kla­ge geführt hat, hat­te bun­des­weit für Auf­se­hen gesorgt.

Wahrscheinlich kommt es noch 2021 zur Verhandlung

Wei­te­re Details zu dem Fall woll­ten Staats­an­walt­schaft und Gericht zunächst nicht bekannt­ge­ben. Die Ankla­ge wur­de vor der Schwur­ge­richts­kam­mer des Land­ge­richts Pots­dam erho­ben. Wann es zu der Haupt­ver­hand­lung und damit zur Klä­rung der Abläu­fe in dem Heim kommt, ist nach Anga­ben des Gerichts noch offen. Es sei aber nicht aus­ge­schlos­sen, dass noch in die­sem Jahr ver­han­delt wer­de, erklär­te eine Gerichtssprecherin.

Quel­le: dpa, Staats­an­walt­schaft Potsdam