Gegen den ehe­ma­li­gen Kran­ken­pfle­ger Niels H. wur­de erneut Ankla­ge erho­ben. Die Staats­an­walt­schaft Olden­burg wirft ihm vor, 97 wei­te­re Mor­de an Pati­en­ten wäh­rend sei­ner Tätig­keit als Kran­ken­pfle­ger began­gen zu haben (Az.: 5 Ks 1/18). Wie ein Spre­cher des Land­ge­richts Olden­burg vor weni­gen Tagen mit­teil­te, wird die Haupt­ver­hand­lung vor­aus­sicht­lich am 18. oder 19. Okto­ber begin­nen.

Für sechs Taten war Niels H. bereits in zwei Pro­zes­sen aus den Jah­ren 2006/2008 und 2014/2015 rechts­kräf­tig zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt wor­den. Er hat­te den Pati­en­ten absicht­lich Medi­ka­men­te ver­ab­reicht, die zu einem Herz­kreis­lauf­ver­sa­gen füh­ren, um sie anschlie­ßend zu reani­mie­ren. Zuletzt gab die Staats­an­walt­schaft Olden­burg im Novem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res bekannt, dass man von ins­ge­samt 106 Men­schen aus­geht, die Niels H. getö­tet haben soll, aller­dings muss­te für eini­ge Fäl­le noch Ermitt­lun­gen und toxi­ko­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen abge­war­tet wer­den. Nun wür­de für 97 die­ser Mord­fäl­le Ankla­ge erho­ben. Aktu­ell fin­det im Rah­men eines Zwi­schen­ver­fah­rens eine Prü­fung statt, ob ein hin­rei­chen­der Tat­ver­dacht vor­liegt.