Moni­ka Faust fragt: Bie­tet die eines Wund­pro­fils aus­schließ­lich durch Foto­gra­fie eine rechts­si­che­re Grund­la­ge?

Ant­wort der Redak­ti­on: Die Pflicht zur von allen medi­zi­ni­schen Behand­lungs­ge­sche­hen dient unter ande­rem der Sicher­stel­lung einer ord­nungs­ge­mä­ßen Behand­lung bzw. Behand­lungs­ver­sor­gung.

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Nichts ande­res gilt auch für die . Viel­fach wird in die­sem Zusam­men­hang jedoch über den Beweis­wert der foto­gra­fi­schen Doku­men­ta­ti­on von Wun­den kon­tro­vers dis­ku­tiert:

Zum einen besteht Unei­nig­keit über das „Wie“ der Dar­stel­lung (ana­lo­ges Licht­bild, digi­ta­le Auf­nah­me, Pola­roid), zum ande­ren wird über das „Ob“ der gestrit­ten (d.h. die grund­sätz­li­che Ver­wert­bar­keit von bild­be­schrei­ben­den Wund­do­ku­men­ta­tio­nen). Hin­sicht­lich des „Ob“ ist zu beto­nen, dass die Wund­fo­to­gra­fie nur eine Ergän­zung der Wund­be­schrei­bung dar­stel­len kann; es sei an die­ser Stel­le aus­drück­lich erwähnt, dass ein Foto die ver­schrift­lich­te Wund­be­schrei­bung nicht zu erset­zen ver­mag. Hin­sicht­lich des „Wie“ wird auf die Aus­füh­run­gen in RDG 2004, S. 108 ff. ver­wie­sen.

Im Ergeb­nis ist bei der Beant­wor­tung der Fra­ge fest­zu­hal­ten, dass die digi­ta­le Foto­gra­fie – nicht zuletzt wegen der mög­li­chen Ein­bin­dung in ent­spre­chen­de EDV-Sys­te­me – das geeig­nets­te Mit­tel der Wund­do­ku­men­ta­ti­on dar­stellt. Dem Ein­wand der Mani­pu­la­ti­on kann ent­ge­gen­ge­bracht wer­den, dass auch die hand­schrift­li­che Doku­men­ta­ti­on nicht frei ist von (nach­träg­li­chen) Ver­än­de­rungs­mög­lich­kei­ten.

Ergän­zend ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Kran­ken­ver­si­che­rer zuneh­mend die Her­aus­ga­be der Wund­ver­laufs­do­ku­men­ta­ti­on ver­lan­gen, um den Erfolg der Ver­sor­gungs­maß­nah­men bewer­ten zu kön­nen. Hier­bei muss aller­dings beach­tet wer­den, dass die Ein­wil­li­gung des Patienten/Bewohners bzw. des­sen gesetz­li­chen Ver­tre­ters für das Erstel­len der Foto­gra­fien und deren Wei­ter­rei­chung ein­zu­ho­len ist.