BGH

BGH unterstreicht technische Standards in PflegeheimenSchwere Verbrühungen im Heim – eine vermeidbare Gefahr?

Eine geistig behinderte Bewohnerin eines Wohnheims stellte ihr Badewasser viel zu heiß ein und erlitt schwerste Verbrühungen, die sie bis heute leiden lassen. Da die Pflegeeinrichtung nicht über notwendige Sicherheitsstandards verfügte, klagt die Bewohnerin nun gegen die Trägerin des Heims. Der Bundesgerichtshof hat in diesem Fall ein Urteil gefällt und die allgemeine Schutzpflicht von Wohnheimen präzisiert.



Wegweisende BGH-EntscheidungLebenserhaltung als Schaden?

Der BGH steht vor einer wichtigen und wegweisenden Entscheidung: Muss ein Münchener Hausarzt 40.000 Euro Schmerzensgeld zahlen, weil er das Leben eines Patienten mittels PEG-Sondenernährung sinnlos – so der Vorwurf des klagenden Sohnes des bereits verstorbenen Patienten – verlängert hat? Rechtsanwalt Prof. Volker Großkopf erklärt, welche Schlüsse aus diesem Fall gezogen werden können.


Versuchter MordBGH bestätigt Urteil gegen Hebamme

Eine Hebamme hatte in mindestens sieben Fällen werdenden Müttern heimlich Heparin verabreicht. Nur durch rechtzeitiges Eingreifen des Ärzteteams kam keine der Frauen zu Tode. Der BGH verwarf nun ihre Revision gegen das bereits verhängte Urteil von 15 Jahren Haft.



Urteil des BGHJohannitern wird grober Behandlungsfehler vorgeworfen

Dem Hausnotruf Joahnniter-Unfall-Hilfe droht erstmals der Vorwurf eines groben Behandlungsfehlers, da kein ausgebildetes Personal zu einem Patienten geschickt wurde, als dieser den Notrufknopf betätigte. Der Patient hätte einen Rettungswagen mit qualifiziertem Rettungspersonal benötigt, man ließ ihn jedoch ohne ärztliche Behandlung zurück. Zwei Tage später wurde ein Schlaganfall bei ihm diagnostiziert. Der BGH hat die Beweislast dem Hausnotrufdienst übertragen.



Tödliche HausgeburtBGH bestätigt Verurteilung einer Hebamme

Im Jahr 2008 hatte eine Hebamme trotz bestehender Risiken eine Hausgeburt durchgeführt, welche zum Tod des Kindes geführt hatte. Das Landgericht Dortmund hatte sie zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt und ein lebenslängliches Berufsverbot verhängt. Das Urteil wurde nun vom BGH bestätigt.