Bei der Ausbil­dung zum Alten­pfle­ger handelt es sich um eine bundes­weit einheit­lich geregelte Ausbil­dung, die an Berufs­fach­schu­len erfolgt und in der Regel drei Jahre dauert. Neben dem theore­ti­schen Unter­richt an der Schule müssen prakti­sche Einhei­ten an einer oder mehre­ren Pflege­ein­rich­tun­gen erfol­gen. Die prakti­sche Arbeit in der Alten­pflege zeich­net sich durch tägli­che Nähe zum Menschen aus – Empathie, Einfüh­lungs­ver­mö­gen und Geduld sind daher nur einige der vielen Kompe­ten­zen, über die ein Alten­pfle­ger verfügt. Neben den vielen schönen Seiten dieses Berufes werden jedoch derzeit nicht zu selten hohe Arbeits­be­las­tung, Perso­nal­man­gel, Druck und fehlende gesell­schaft­li­che sowie finan­zi­elle Anerken­nung bemän­gelt. Selbst wer den Beruf aus tiefs­ter Leiden­schaft ausübt, den wird das Gehalt am Ende des Monats für die getane Arbeit nicht kalt lassen. Was verdient man also in der Ausbil­dung und am Ende als ferti­ger Alten­pfle­ger?

Die Höhe des Gehalts in der Alten­pflege ist nicht einheit­lich geregelt, sondern hängt vor allem davon ab, ob man in einer öffent­li­chen, priva­ten oder kirch­li­chen Einrich­tung tätig ist. Wenn man bei einer öffent­li­chen Einrich­tung angestellt ist, richtet sich das Gehalt sowohl in der Ausbil­dung als auch in der Festan­stel­lung oftmals nach den tarif­li­chen Verein­ba­run­gen des öffent­li­chen Diens­tes. Für das erste Ausbil­dungs­jahr macht das ein Brutto­ge­halt von 1.041 Euro, rund hundert Euro mehr gibt es im zweiten Ausbil­dungs­jahr (1.102 Euro) und im letzten Jahr erhält man dann 1.203 Euro pro Monat. Ist man fertig mit der Ausbil­dung und steht als gelern­ter Alten­pfle­ger mit beiden Beinen im Berufs­le­ben, steigt das Gehalt natür­lich noch etwas. Dann ist es möglich zwischen 2.635 und 3.295 Euro Brutto­lohn zu verdie­nen. Bei einem priva­ten Träger muss man mit etwas weniger rechnen, hier belau­fen sich die Brutto­löhne auf 1.700 bis 2.600 Euro.

Regio­nale Unter­schiede

Folg man einer Auswer­tung des Insti­tuts für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung (IAB), so beläuft sich das durch­schnitt­li­che Gehalt einer Fachkraft in der Alten­pflege auf 2.621 Euro, das damit 16 Prozent unter dem Durch­schnitt aller Beschäf­tig­ten in der Pflege liegt (3.133 Euro). Als Alten­pfle­ge­hel­fer erhält man im Durch­schnitt etwa 1.870 Euro Brutto­lohn monat­lich.

Laut dem IAB sind die Löhne in der Pflege zwischen 2012 und 2016 generell angestie­gen, aller­dings wird das zu große Gefälle zwischen der Kranken­pflege und der Alten­pflege konsta­tiert. So verdie­nen Kranken­pfle­ger rund 3.239 Euro durch­schnitt­lich pro Monat und somit in der Regel mehr als Beschäf­tigte in der Alten­pflege. Auch regio­nal lassen sich Unter­schiede feststel­len. Während Alten­pfle­ge­fach­kräfte im Schnitt 2.737 Euro in Westdeutsch­land verdie­nen (Helfer: 1.957 Euro), so erhal­ten sie in Ostdeutsch­land nur 2.211 Euro (Helfer: 1.662 Euro).

Quelle: ausbildung.de, praktischarzt.de, IAB