Hautausschlag durch Masern
Der für eine -Infek­ti­on typi­sche Haut­aus­schlag.Dr. Heinz F. Eichenwald/CDC

Fakt #1 – Der - Erreger

Masern wer­den durch einen Virus über­tra­gen. Der Virus kommt aus­schließ­lich beim Men­schen vor und ist mit dem Hun­de­stau­pevi­rus und dem Erre­ger der Rin­der­pest ver­wandt. Er ist sehr emp­find­sam gegen äuße­re Ein­flüs­se, wie z.B. Tem­pe­ra­tur, UV-Strah­lung oder Des­in­fek­ti­ons­mit­tel. An der Luft bleibt das Virus nur zwei Stun­den aktiv.

Fakt #2 – Die Symptome

Es dau­ert 8–10 Tage nach der Anste­ckung, bis die Masern aus­bre­chen. Typisch ist dann die Ent­zün­dung der Schleim­häu­te des obe­ren Atem­trak­tes, des mitt­le­ren Atem­trak­tes und der Augen­bin­de­häu­te. Es kann zu Fie­ber, Übel­keit, Hals­schmer­zen und Kopf­schmer­zen kom­men. Nach 14–15 Tagen brei­tet sich über den Kör­per ein fle­cki­ger Aus­schlag aus, der sich nach 4–5 Tagen wie­der zurück­bil­det. Bei Erwach­se­nen ver­läuft die Krank­heit oft schwe­rer als bei Kin­dern.

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Fakt #3 – Die

Die Masern­er­kran­kung kann nicht ursäch­lich behan­delt wer­den, des­we­gen ist die umso wich­ti­ger. Geimpft wird heut­zu­ta­ge mit einem Kom­bi­na­ti­ons­impf­stoff, der nicht nur gegen die Masern wirkt. Nach dem Impf­ka­len­der der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on am Robert Koch-Insti­tut ist die ers­te bei allen Kin­dern zwi­schen dem 11. und 14. Lebens­mo­nat, die zwei­te im Alter von 15 bis 23 Mona­ten vor­ge­se­hen.

Fakt #4 – Das Vorkommen

Das Masern­vi­rus kommt welt­weit vor, die Krank­heits­häu­fig­keit dif­fe­riert jedoch stark. Beson­ders in den Ent­wick­lungs­län­dern kommt es immer wie­der zu loka­len Mas­sen­epi­de­mien. In Euro­pa wur­den 1980 noch 851.849 Krank­heits­fäl­le gemel­det, wäh­rend es 2013 nur noch 26.396 Fäl­le waren. In Deutsch­land sorg­ten 2014/15 Masern­fäl­le bei Kin­dern in Ber­lin für media­les Echo. Dort wei­ger­ten sich die Eltern, ihre Kin­der imp­fen zu las­sen.

Fakt #5 – Die Geschichte

Die ers­ten Berich­te über Masern in der Mensch­heits­ge­schich­te stam­men aus dem 7. Jahr­hun­dert. Im Mit­tel­al­ter for­der­ten die Masern vie­le Todes­op­fer. Die Erobe­rer der Neu­en Welt brach­ten die Masern mit nach Ame­ri­ka und sorg­ten dort bei der nicht immu­ni­sier­ten, indi­ge­nen Bevöl­ke­rung für hohe Todes­ra­ten. 1927 ent­wi­ckel­te Rudolf Degk­witz die ers­te Masern­schutz­imp­fung, 1954 wur­de das Masern­vi­rus erst­mals iso­liert und dar­auf­hin 1958 der heu­ti­ge Impf­stoff ent­wi­ckelt.

Quel­le: Wiki­pe­dia, RKI, BMG