Erst kürz­lich wur­de die 40-köp­fi­ge Kam­mer­ver­samm­lung der Pfle­ge­be­ru­fe­kam­mer Schles­wig-Hol­stein gewählt und hat plan­mä­ßig am 21.April die Arbeit auf­ge­nom­men. Im Rah­men der Sit­zung der 1. Kam­mer­ver­samm­lung wur­de der ers­te Vor­stand der Kam­mer gewählt und mit Patri­cia Dru­be eine Prä­si­den­tin sowie mit Frank Vils­mei­er einen Vize­prä­si­den­ten gefun­den. Zusam­men mit den fünf wei­te­ren Vor­stands­mit­glie­dern wer­den sie die kom­men­den fünf Jah­re die Arbeit und die Auf­ga­ben der Kam­mer mit­ge­stal­ten und lei­ten.

Pflegerische Expertise in der Versammlung und im Vorstand

Patri­cia Dru­be bringt ent­spre­chen­de Erfah­rung aus ihrer 20 Jah­re lan­gen Tätig­keit als Alten­pfle­ge­rin mit und ist zudem seit 2008 Refe­ren­tin für Lang­zeit­pfle­ge beim Deut­schen Berufs­ver­band für Pfle­ge­be­ru­fe (DBfK) Nord­west. Auch Vils­mei­er bringt Exper­ti­se aus dem Pfle­ge­ri­schen mit – 36 Jah­re hat er in der psych­ia­tri­schen gear­bei­tet, hat die Pfle­ge­dienst­lei­tung über­nom­men und ist unter ande­rem Mit­glied im Vor­stand des Pfle­gera­tes Schles­wig-Hol­steins. „Wie alle ande­ren Heil­be­ru­fe haben nun end­lich die pro­fes­sio­nell Pfle­gen­den eine berufs­stän­di­sche Selbst­ver­wal­tung. Damit erhal­ten die Pfle­ge­fach­per­so­nen in alle recht­li­chen Grund­la­gen zur eigen­stän­di­gen Gestal­tung und berufs­po­li­ti­schen Ver­tre­tung des Pfle­ge­be­ru­fes“, freu­te sich Dru­be.

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Bei der Ver­samm­lung waren auch Hei­ner Garg, Lan­des­mi­nis­ter für Sozia­les, Gesund­heit, Jugend, Fami­lie und Senio­ren, sowie der Pfle­ge­be­voll­mäch­tig­te Andre­as Wes­ter­fell­haus anwe­send, die den Start der Kam­mer fei­er­lich wür­dig­ten.

Die Kam­mer zählt bereits 21.414 regis­trier­te Mit­glie­der. Für die Regis­trie­rung zustän­dig war der Errich­tungs­aus­schuss, der seit dem gesetz­li­chen Beschluss 2015 zum Auf­bau der Kam­mer vor­be­rei­ten­de Auf­ga­ben über­nom­men hat­te und nun von der Kam­mer­ver­samm­lung abge­löst wur­de. Die 40 Mit­glie­der der Ver­samm­lung wur­den Anfang April per Brief­wahl gewählt, die aus der (11 Mit­glie­der), der Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge (26 Mit­glie­der) und aus der Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge (3 Mit­glie­der) stam­men. Die Pfle­ge­kam­mer gilt als berufs­po­li­ti­sche Ver­tre­tung aller Pfle­gen­den des Lan­des und zu ihren Auf­ga­ben wer­den unter ande­rem die Rege­lung der Wei­ter- und Fort­bil­dun­gen der Pfle­gen­den, die Ein­rich­tung einer Ethik­kom­mis­si­on, die Zustän­dig­keit für die Belan­ge der Kam­mer­mit­glie­der sowie das Mit­wir­ken bei Auf­ga­ben des öffent­li­chen Gesund­heits- und Pfle­ge­we­sens gehö­ren. Nach Rhein­land-Pfalz ist nun das zwei­te Bun­des­land, in dem die ihre Arbeit offi­zi­ell auf­ge­nom­men hat; in Nie­der­sach­sen steht eben­falls Mit­te des Jah­res die Wahl der Kam­mer­ver­samm­lung an.