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Hilfsmittel mit dem 3D-Drucker herstellen.
Das Light Cares-Projekt „Made for my Wheel­chair“ zeigt auf der REHACRE in Düssel­dorf eine Do-It-Yourself-Beleuch­tung für elektri­sche Rollstühle.Bild: be able e.V./Jonas Schubert

Ob Laser-Radar im Hut, indivi­du­elle Prothe­sen aus dem 3D-Drucker oder Open Source Add-Ons für Rollstuhl­fah­rer: Die Gewin­ner­pro­jekte des Wettbe­werbs „Light Cares“, der vom Bundes­for­schungs­mi­nis­te­rium ausge­ru­fen wurde, entwi­ckeln Hilfs­mit­tel, die den Alltag von Menschen mit Behin­de­rung erleich­tern. Dafür sollen die neuen Do-it-Yourself-Werkzeuge und Materia­lien in offenen Werkstät­ten genutzt werden. Die Projekte mit ihren innova­ti­ven Lösun­gen können im Oktober 2017 auf der Rehacare in Düssel­dorf auspro­biert werden. Zudem werden am Stand Hilfs­mit­tel direkt vor Ort ausge­druckt und hergestellt.

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbst­hilfe“ arbei­ten in den Light Cares-Projek­ten Menschen mit Behin­de­rung, Forscher aus Unter­neh­men und Insti­tu­ten sowie Maker aus öffent­lich zugäng­li­chen Werkstät­ten (sogenannte FabLabs oder Maker­Spaces) direkt zusam­men. Das Ziel: Mit Hilfe der neuen Werkzeuge des Lichts wie Laser­scan­ner, Laser­cut­ter, 3D-Drucker & Co. sollen sich Menschen mit Behin­de­rung ihre passge­nauen Hilfs­mit­tel für ein selbst­be­stimm­tes Leben eigen­stän­dig herstel­len können.

Die Baupläne stehen jedem zur Verfügung

Eine weitere Beson­der­heit: Die Daten aus den Projek­ten, wie beispiels­weise Baupläne oder 3D-Modelle, werden in gängi­gen Inter­net­platt­for­men nach dem Open Source-Prinzip für jeden frei zur Verfü­gung gestellt. So können sich Inter­es­sierte die Daten herun­ter laden, um sie für ihre eigenen Projekte zu nutzen und weiter­zu­ent­wi­ckeln. So können sich beispiels­weise Rheuma­pa­ti­en­ten die Baupläne von Schreib­hil­fen im Web herun­ter laden, sie indivi­du­ell nach ihren Bedürf­nis­sen anpas­sen und mit dem 3D-Drucker ausdrucken.

Die auf der Rehacare vorge­stell­ten Projekte sind die Gewin­ner­pro­jekte des Wettbe­werbs „Light Cares – Photo­ni­sche Techno­lo­gien für Menschen mit Behin­de­rung“ und werden vom Bundes­mi­nis­te­rium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insge­samt einer Million Euro geför­dert. Der Wettbe­werb ist Anfang 2016 gestar­tet. Die ersten Projekte wurden im Sommer 2017 abgeschlos­sen, die letzten Projekte beenden ihre Forschungs- und Entwick­lungs­ar­bei­ten Mitte bzw. Ende 2018. Sie alle werden vom BMBF im Rahmen des Program­mes „Photo­nik Forschung Deutsch­land“ gefördert.

Quelle: idw