Das Pflegeberufsgesetz verändert das Berufsbild Pflege
it dem Pflege¬≠be¬≠rufs¬≠ge¬≠setz will die Bundes¬≠re¬≠gie¬≠rung den Pflege¬≠be¬≠rufe fit f√ľr die demogra¬≠fi¬≠schen Ver√§n¬≠de¬≠run¬≠gen machen. Bild: Alexan¬≠der Raths/Dreamstime.com

Das Reform¬≠vor¬≠ha¬≠ben, √ľber das im Vorfeld sowohl unter den Berufs¬≠an¬≠ge¬≠h√∂¬≠ri¬≠gen in der Pflege als auch in der Politik zum Teil heftig gestrit¬≠ten wurde, hat damit die n√§chste legis¬≠la¬≠tive H√ľrde genom¬≠men.

Bundes¬≠ge¬≠sund¬≠heits¬≠mi¬≠nis¬≠ter Hermann Gr√∂he sagt hierzu: ‚ÄěMit der neuen Pflege¬≠aus¬≠bil¬≠dung machen wir unsere Pflege¬≠kr√§fte fit f√ľr die ver√§n¬≠der¬≠ten Anfor¬≠de¬≠run¬≠gen in der Pflege: Pflege¬≠kr√§fte m√ľssen in Alten¬≠hei¬≠men zuneh¬≠mend auch mehrfach und chronisch Kranke versor¬≠gen. Und eine Pflege¬≠kraft im Kranken¬≠haus braucht Kennt¬≠nisse in der Versor¬≠gung Demenz¬≠kran¬≠ker.‚Äú Gr√∂he verweist damit auf den Kern des Geset¬≠zes, der eine Zusam¬≠men¬≠f√ľh¬≠rung der bishe¬≠ri¬≠gen drei Ausbil¬≠dun¬≠gen in der Alten¬≠pflege, der Gesund¬≠heits- und Kranken¬≠pflege sowie der Gesund¬≠heits- und Kinder¬≠kran¬≠ken¬≠pflege zu einem neuen, einheit¬≠li¬≠chen Berufs¬≠bild vor. Der neue Pflege¬≠be¬≠ruf w√ľrde damit zum gr√∂√üten Ausbil¬≠dungs¬≠be¬≠ruf in Deutsch¬≠land mit √ľber 133.000 Auszu¬≠bil¬≠den¬≠den.

Die neue, genera¬≠lis¬≠ti¬≠sche Pflege¬≠aus¬≠bil¬≠dung soll auf einen Einsatz in allen Arbeits¬≠fel¬≠dern der Pflege vorbe¬≠rei¬≠ten und damit auch einen Wechsel zwischen den einzel¬≠nen Pflege¬≠be¬≠rei¬≠chen erleich¬≠tern. Erg√§n¬≠zend zur fachbe¬≠ruf¬≠li¬≠chen Pflege¬≠aus¬≠bil¬≠dung, sieht der Gesetz¬≠ent¬≠wurf erstmals auch eine bundes¬≠ge¬≠setz¬≠li¬≠che Grund¬≠lage f√ľr eine hochschu¬≠li¬≠sche Pflege¬≠aus¬≠bil¬≠dung vor.

Das Gesetz, das der Zustim­mung des Bundes­ra­tes bedarf, soll 2016 verab­schie­det werden. Der erste Ausbil­dungs­jahr­gang könnte dann 2018 starten.